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IHK-Studie sieht Reformbedarf bei den Strukturen

Tourismus-Boom in München und Oberbayern

Samstag, 13 August 2016 19:50
Tourismus-Boom in München und Oberbayern Bildquelle: PIXABAY.COM

München – Der Tourismus in Oberbayern befindet sich auf Erfolgskurs. Wie eine aktuelle Studie der IHK für München und Oberbayern belegt, ist die Zahl der Aufenthaltstage von Gästen in der Region innerhalb von fünf Jahren um mehr als ein Drittel gestiegen. Die Zahl der Übernachtungen legte im gleichen Zeitraum um 17 Prozent zu. Demnach verbuchte die oberbayerische Tourismuswirtschaft für das Jahr 2014 insgesamt 44 Millionen Übernachtungen und 263 Millionen Aufenthaltstage. Die Stadt München konnte sich 2014 über 13,7 Millionen Übernachtungen und 84,5 Millionen Tagesgäste freuen.

Die Übernachtungsgäste ließen nach den Daten der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus in Oberbayern“, die vor wenigen Tagen von der IHK München / Oberbayern gemeinsam mit dem Tourismus Oberbayern München e.V. (TOM) sowie dem Bezirk Oberbayern des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bayern e.V.) präsentiert wurde, außerdem deutlich mehr Geld in der Region: Im Jahr 2014 gaben Touristen im Schnitt pro Tag 164 Euro aus, 2009 waren es noch 131 Euro. Hotels, Gastronomie und Einzelhandel steigerten die Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft im gleichen Zeitraum auf rund 14 Milliarden Euro, was einen Zuwachs von acht Prozent bedeutet. Am Tourismus in München und Oberbayern hängen insgesamt 200.000 Vollzeitarbeitsplätze.

Reformbedarf sieht die IHK-Studie im strukturellen Bereich. Hier bedarf es nach Ansicht der Kammervertreter einer Verschlankung und Effizienzsteigerung. Die Autoren bemängeln dabei ein Kirchturmdenken von Kommunen und kleinen Tourismusverbänden, das angesichts des international immer stärkeren Wettbewerbs überholt und nicht zielführend sei. Touristische Angebote dürften nicht von jeder einzelnen Gemeinde oder von jedem Landkreis entwickelt werden, sondern müssten aus der Perspektive des Gastes von ganzen Regionen konzipiert und vermarktet werden, heißt es dazu in der Untersuchung. Gefordert wird daher, dass die Förderpolitik Anreize für Kooperationen, Zusammenschlüsse sowie mehr Beteiligung der Tourismusbetriebe setzt. Auch sollten Besucherdaten in Museen oder Schlössern systematisch erfasst werden, so dass bessere Informationen über Gäste vorliegen und damit Werbemaßnahmen optimiert werden können.

Alle Einzeldaten der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus in Oberbayern“ sind im Internet unter www.ihk-muenchen.de/tourismus abzurufen.

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