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Der Jungmediziner sagt: „Hochkomplexe Technik ist die Zukunft der Medizin und der Heilungsmöglichkeiten“

Robert Bodlaj betritt Neuland bei Behandlung des Empty Nose Syndroms (ENS) und erkrankter Nasennebenhöhlen

Samstag, 25 Juni 2016 02:31
Robert Bodlaj betritt Neuland bei Behandlung des Empty Nose Syndroms (ENS) und erkrankter Nasennebenhöhlen Quelle: Dr. Robert Bodlaj

Lichtenfels - „Unsere Schwerpunktpraxis für interventionelle Schlafmedizin und Nasen- und Nebenhöhlenchirurgie gehört zu den renommiertesten und modernsten in Europa.“ Das sagt selbstbewusst der junge HNO-Spezialist Dr. Robert Bodlaj. Er studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und absolvierte seine Facharztausbildung am Klinikum Großhadern sowie an der HNO-Universitätsklinik Regensburg.

Im oberfränkischen Lichtenfels betreibt Bodlaj heute seine Praxis für Schlafmedizin und Schnarchtherapie, minimalinvasive Nasen- und Nebenhöhlenoperationen sowie die Behandlung des Empty Nose Syndroms (ENS).

Bodlaj hat sich bei der Behandlung entzündeter Nasennebenhöhlen in Fachkreisen hohes Ansehen erworben. Chronische Erkrankungen dieser Art sind fast schon zur Volkskrankheit geworden.

Eine der wesentlichen Funktionen der Nase ist die Befeuchtung und Erwärmung unserer Atemluft. Schon kleine Störungen des Atemflusses können die Nasenatmung behindern, Entzündungen hervorrufen und die Ursache einer chronischen Nebenhöhlenerkrankung sein. Die Schwellungen der Schleimhäute können auch zu einem Verschluss der Ausführungsgänge der Nasennebenhöhlen führen und den Abfluss entzündlicher Sekrete verhindern. 

Die Ursachen chronischer Nebenhöhlenentzündungen sind häufig anatomischer Natur. Hierzu zählen eine Verkrümmung der Nasenscheidewand, stark vergrößerte Nasenmuscheln und entzündete Zahnwurzeln.

Robert Bodlajs Maxime lautet, dass die Eingriffe im empfindlichen Nasen- und Nebenhöhlenbereich für den Patienten möglichst sicher und angenehm ablaufen sollen. Deshalb investiert der Lichtenfelser HNO-Arzt nach eigener Aussage immer in die neueste OP-Technik und wendet modernste Verfahren an. Aktuell wurde beispielsweise eines der ersten 4K Endoskop-Systeme in Deutschland etabliert. In der oberfränkischen Praxis finden zudem regelmäßig OP-Kurse statt, die von Fachärzten aus dem gesamten Bundesgebiet besucht werden.

„In der herkömmlichen Behandlung drohte in einzelnen Fällen eine Verletzung der Augenhöhle und des Sehnervs. Auch eine mögliche Verletzung der Gehirn-Schlagader machte die herkömmliche Behandlung für Patienten zu einer heiklen Entscheidung“, erläutertBodlaj. „Durch die Verwendung eines 4K Endoskop-Systems bei Nebenhöhleneingriffen kann eine wesentlich höhere OP-Qualität erreicht werden.“

Eine Steigerung der Operationsqualität könne auch durch den Einsatz eines kopfgetragenen Mikroskops erzielt werden, sagt der Mediziner. Bei sämtlichen Eingriffen wie plastischer Korrektur der Nasenscheidewand oder schlafmedizinischen Eingriffen biete diese Technik ganz neue Möglichkeiten.

Bodlaj gilt überdies als Koryphäe für die Behandlung des sogenannten Empty Nose Syndroms (ENS). Das „Leere-Nase-Syndrom“ ist eine Krankheit, die nach einer operativen Entfernung oder Verkleinerung der Nasenmuschel auftreten kann. Die Patienten beschreiben das Gefühl einer trockenen, leeren Nase und gleichzeitiger Atemnot, obwohl die Nase komplett frei ist. 

Neben dem Eindruck, trotz offener Nase keine Luft zu bekommen, sind ein chronisches Trockenheitsgefühl in der Nase, Kälteempfinden, Kopfschmerzen und Nasenbluten typische Anzeichen dieses Syndroms. Es handelt sich durch die Einschränkung der Nasenfunktion um eine physisch wie psychisch schwerwiegende Erkrankung. Ohne natürliche Nasenatmung und gesunde Lungenfunktionalität ist das körperliche wie seelische Wohlbefinden schwer angegriffen.

Das Krankheitsbild des Empty Nose Syndroms wird in Deutschland bisher nur von wenigen HNO-Medizinern erkannt und behandelt. Robert Bodlaj gehört zu diesem kleinen Kreis, und er hat ein neues Behandlungsverfahren eingeführt, um die Atemströme in der Nase wieder zu harmonisieren.

Im Falle des „Leere-Nase-Syndroms“ gibt es operative und nichtoperative Behandlungsmöglichkeiten. Die nichtoperative Behandlung zielt auf die Pflege der noch vorhandenen Nasenschleimhaut, um die Nase möglichst feucht und frei von Reizen und Infekten zu halten. 

Ein operativer Eingriff soll hingegen die Symptome dauerhaft lindern. Hier gilt es, die Luftströme zu harmonisieren, um eine natürliche Nasenatmung wiederherzustellen. Die fehlenden Nasenmuscheln werden durch Implantate ersetzt. Bodlaj stützt sich bei Entscheidungen, an welcher Stelle das Implantat eingesetzt werden soll, neben der Video-Nasopharyngoskopie auf die Daten einer Rhino-Sys Flußmessung sowie die 3D-Rekonstruktion des DVT.

Der Jungmediziner sagt dazu: „Hochkomplexe Technik ist die Zukunft der Medizin und der Heilungsmöglichkeiten. Durch den Einsatz modernster Implantate wie Strattice oder Cook Biodesign können die Nöte der Erkrankten sicherlich besser geheilt werden als durch empathischen Hokuspokus.“

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