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Anteil „grüner Energie“ erhöhte sich im Jahr 2014 auf 36,2 Prozent

Rekordanteil erneuerbarer Energien an bayerischer Stromerzeugung

Mittwoch, 18 November 2015 00:39
Rekordanteil erneuerbarer Energien an bayerischer Stromerzeugung Rekordanteil erneuerbarer Energien an bayerischer Stromerzeugung Quelle: PIXABAY.COM

München - Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik stieg der Anteil der erneuerbaren Energien an der bayerischen Stromerzeugung im Jahr 2014 auf den Rekordwert von 36,2 Prozent, während die Stromerzeugung insgesamt rückläufig war.

Die bayerische Gesamtstromerzeugung lag im Jahr 2014 bei 88.289 GWh (Gigawattstunden) und damit 2,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Diese rückläufige Entwicklung erklärt sich laut dem in München ansässigen Landesamt für Statistik durch einen Erzeugungsrückgang bei Erdgas und Steinkohle. Erdgas trug im letzten Jahr nur noch mit 8,9 Prozent zur bayerischen Stromerzeugung bei und die Steinkohle sogar nur noch mit 4,7 Prozent. Aus Erdgas wurden im Berichtsjahr 2014 7.844 GWh Strom erzeugt – das entspricht im bayerischen Stromerzeugungsmix einem Wert von 8,9 Prozent bei 9,9 Prozent im Vorjahr. Die Stromerzeugung aus Steinkohle sank binnen Jahresfrist um 12,2 Prozent auf 4.177 GWh, was einem Anteil von 4,7 Prozent am bayerischen Strommix entspricht. Die Stromerzeugung aus Kernenergie blieb mit 42.418 GWh nur 1,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Obwohl die Braunkohle deutschlandweit der wichtigste Energieträger bei der Stromerzeugung ist, kam diese im bayerischen Kraftwerkspark nicht zum Einsatz.

Die Stromerzeugung aus regenerativen Energien konnte auch 2014 weiter zulegen und stieg um 0,9 Prozent auf 31.930 GWh. Das entspricht einem Rekordanteil der erneuerbaren Energien an der Gesamtstromerzeugung von 36,2 Prozent.

Wichtigste regenerative Energiequelle war auch 2014 die in Bayern traditionell starke Wasserkraft mit 11.260 GWh. Witterungsbedingt kam es hier gegenüber dem Vorjahr aber zu einem Minus von 14,3 Prozent. Dieser Rückgang konnte durch Zuwächse bei anderen erneuerbaren Energien aber mehr als kompensiert werden. Hierzu trug allen voran die Photovoltaik mit einem Plus von 1.339 GWh bei, die Windkraft mit einem Zuwachs von 456 GWh und die Biomasse mit einem Plus von 323 GWh. Die Stromerzeugung aus Sonnenenergie übertraf mit einem Wert von 10.382 GWh bzw. 11,8 Prozent der bayerischen Stromerzeugung erneut jene aus Erdgas.

Damit leistet Photovoltaik nach der Kernenergie und Wasserkraft den drittgrößten Beitrag zur bayerischen Stromproduktion. Wegen topographischer Nachteile Bayerns bleibt die Stromerzeugung aus Windkraft trotz ihres Wachstums in absoluten Zahlen (1.803 GWh) von nachrangiger Bedeutung. Die Stromerzeugung aus Biomasse, zu der feste, flüssige und gasförmige biogene Stoffe und Abfälle zählen, konnte auf 8.105 GWh zulegen.

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