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Öl- und Gasgeschäfte statt Sparbuch?

OGI AG: Die Zinsversprechen der Oil & Gas Invest AG des Jürgen Wagentrotz

Mittwoch, 23 September 2015 20:41
Logo der OIL & GAS INVEST AG Logo der OIL & GAS INVEST AG Quelle: OIL & GAS INVEST AG

Frankfurt am Main - Wer sein gutes Geld auch gut verzinst anlegen will, ist seit dem Ausbruch der Euro-Krise vor einigen Jahren auf der Suche nach zinsträchtigen Anlageformen. Die politischen Rettungsversuche für einen volkswirtschaftlich völlig heterogenen Wirtschaftsraum, dem eine Einheitswährung übergestülpt wurde, haben nicht nur die Steuerzahler der Geberländer bluten lassen. Insbesondere die deutschen Sparer werden durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) schleichend enteignet. Seit Jahren verordnet die EZB der Euro-Zone Niedrig- und Nullzinsen, damit sich die südeuropäischen Schuldenstaaten mit billigem Geld versorgen können. So ist es nur folgerichtig, dass die Sparbuch-Zinsen seit Jahren deutlich unter der Inflationsrate liegen. Was tun? Das ist die quälende Frage vieler Anleger, die dem Wertverlust ihrer Ersparnisse nicht tatenlos zusehen wollen.

Immer mehr Anleger richten ihren Blick deshalb auf die Rohstoffmärkte. Rohstoffe – diese Schmiermittel der Weltwirtschaft – werden von vielen innovativen Unternehmen gefördert und verarbeitet. Diese Unternehmen haben, sofern sie mit neuester Fördertechnik arbeiten, stets einen großen Kapitalbedarf. Um diesen Finanzbedarf zu decken, bieten manche von ihnen privaten Geldgebern sogar zweistellige Festzins-Renditen an.

Eines dieser Unternehmen ist die Oil & Gas Invest AG (OGI AG) mit Sitz in Frankfurt am Main. Das von Jürgen Wagentrotz geführte Explorationsunternehmen verfügt über eine Eigenkapitalsumme von etwa 26 Millionen Euro und erschließt über seine Tochtergesellschaft in den USA Öl- und Gasfelder, deren Rohstoffe dann an die verarbeitende Industrie weiterverkauft werden. Die OGI AG engagiert sich derzeit vor allem in den US-Bundesstaaten Mississippi, Alabama, Kentucky und Tennessee. Vorstand Jürgen Wagentrotz erklärt sein Engagement so: „Nach Überprüfung diverser Sachverständigen-Gutachten habe ich mich mit ca. 12,5 Millionen Euro Eigenkapital an der Oil & Gas Invest AG beteiligt. Ich weiß, dass unter den von der OGI AG in Mississippi/USA gesicherten Grundstücksflächen riesige Mengen Erdöl lagern, die nur noch an die Erdoberfläche gefördert werden müssen. Die zu erwartenden Reingewinne sind derart hoch, dass sie jede andere Investition in den Schatten stellen.“

Um ihre hochgesteckten Unternehmensziele finanzieren zu können, bietet die OGI AG Privatanlegern bei einem Anlagebetrag ab 1.000 Euro schon eine überraschend hohe Festzins-Rendite von neun Prozent pro anno. Bei höheren Beträgen fällt die Festzins-Rendite noch höher aus; bei alledem wird eine quartalsweise Zinsauszahlung und eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren versprochen. Man fragt sich unweigerlich, wo der „Haken“ dieses Fest- und Hochzins-Konzeptes ist? Das Unternehmen selbst gibt die Antwort auf die vielgestellte Frage: „Da für die direkte Kapitalanlage keine Vermittlerkosten anfallen, weil direkt beim Unternehmen investiert wird, und die Zinsen der Anleger steuerabzugsfähige Betriebsausgaben darstellen, ist die OGI in der Lage, enorm hohe Zinsen an ihre Anleger auszuschütten.“

Als erfahrener Ratgeber steht Jürgen Wagentrotz übrigens der Frankfurter Unternehmensberater Dr. Michele Sciurba mit seiner Consultingfirma GMVV & CO zur Seite. Aufsichtsratsvorsitzender der OGI AG ist der Kaufmann Günter Döring. Auf Nachfrage zur Seriosität des Zinsangebotes sagt er: „Als Vorsitzender des Aufsichtsrats der OGI Aktiengesellschaft überprüfe ich den ordentlichen Geschäftsbetrieb des Unternehmens nach klassischen kaufmännischen Prinzipien. Ich kann bestätigen, dass die Darlehenszinsen stets pünktlich ausbezahlt werden.“ Wer sich nicht mit den lächerlich geringen Sparbuch-Zinsen begnügen und sich auch nicht in Aktien-Abenteuer stürzen will, muss umdenken. Offensichtlich lohnt sich auch ein Blick auf Anlagemöglichkeiten im Öl- und Gassektor.

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