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Mehr als ein Drittel aller deutschen Bio-Betriebe ist in Bayern heimisch

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU): Zahl der Bio-Betriebe in Bayern stark gestiegen

Donnerstag, 16 Februar 2017 02:55
Bio-Landwirtschaft in Bayern hatte schon immer Tradition Bio-Landwirtschaft in Bayern hatte schon immer Tradition Quelle: BAYERN DEPESCHE

München - Die Zahl der Biobauern in Bayern hat im letzten Jahr erneut deutlich zugenommen. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) mitteilte, haben rund 1.000 Höfe mit über 35.000 Hektar Fläche ihren Betrieb von der konventionellen auf die ökologische Landwirtschaft umgestellt. Die Zahl der Bio-Betriebe im Freistaat hat um 14 Prozent auf 8.400 zugenommen.

Bayernweit werden jetzt 270.000 Hektar nach den Vorgaben des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Der Freistaat hat seinen Vorsprung als bedeutendstes deutsches Bioland damit weiter ausgebaut: Mehr als ein Drittel aller hiesigen Bio-Betriebe wirtschaftet in Bayern, und über die Hälfte der in Deutschland produzierten Öko-Milch kommt aus dem Freistaat. Auch die Zahl der Verarbeitungsbetriebe von Öko-Lebensmitteln wächst beständig: Inzwischen sind es in ganz Bayern rund 3.150 Unternehmen. 

Während 2015 vor allem Milcherzeuger auf Bio-Erzeugung umgestiegen sind, waren es im vergangenen Jahr nach Angaben von Helmut Brunner auch viele Ackerbaubetriebe. „Die Umstellungswelle im Milchbereich hat eine steigende Nachfrage nach Öko-Futter wie etwa Getreide ausgelöst“, sagte der CSU-Politiker. Davon würden zunehmend auch die Ackerbauern profitieren. 

Insgesamt gibt es in Bayern mehr als 100.000 Öko-Milchkühe und damit 17 Prozent mehr als im Vorjahr, 411.000 Öko-Legehennen (plus 14 Prozent) und 200.000 Öko-Masthähnchen (plus 33 Prozent). 

Brunner wertet diese Entwicklung als Erfolg des 2012 initiierten Landesprogramms „BioRegio Bayern 2020“. Damit soll die Öko-Produktion forciert werden, um die Importabhängigkeit zu verringern, die Absatzchancen bayerischer Bauern zu verbessern und konventionelle Märkte zu entlasten. Nach Aussage Brunners ist der Freistaat bei Bio-Lebensmitteln aber immer noch nicht in der Lage, die heimischen Märkte ausreichend zu bedienen.

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