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Graumarkt-Falle oder lukrative Option für Nullzins-Opfer?

Die DF Deutsche Finance Group und ihre aktuellen Fondsprodukte

Donnerstag, 19 März 2015 17:40
Logo der Deutsche Finance Logo der Deutsche Finance Quelle: www.deutsche-finance.de

München -  Die DF Deutsche Finance Group hat es sich zur Aufgabe gesetzt, Privatanlegern in einem – nicht zuletzt durch die faktische Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank verursachten – zunehmend schwierigen Umfeld Türen zu öffnen, die ansonsten institutionellen Anlegern vorbehalten bleiben. Die in München ansässige Unternehmensgruppe ebnet dabei den Zugangsweg zu institutionellen Investments aus den Asset-Klassen Immobilien, Private Equity Real Estate und Infrastruktur.

Von Kritikern gerne mit dem Schlagwort „Graumarkt“ versehen, ist der Bereich, in dem die DF Deutsche Finanz Group agiert, alles andere als unumstritten. Auch wenn es sich hier keinesfalls um illegale Geschäfte handelt, so gilt der graue Kapitalmarkt unter Branchenkennern doch als Tummelplatz für schwarze Schafe. Vorsicht ist hier zwar immer geboten, doch ein Blick auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens unter der Leitung von Thomas Oliver Müller zeigt, dass dort mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Schindluder mit dem Geld der Anleger getrieben wird.

Mit einem platzierten Eigenkapitalvolumen von 71 Millionen Euro im Privatkundengeschäft ist die DF Deutsche Finance Group jedenfalls schon 2013 in die Top Ten der auf ausländische Immobilienfonds spezialisierten Unternehmen in Deutschland aufgestiegen. Das aktuelle Spitzenprodukt des Münchner Finanzdienstleisters, der von der hauseigenen Kapitalverwaltungsgesellschaft Deutsche Finance Investment GmbH aufgelegte PORTFOLIO Fund I, hat im Dezember 2014 die Vertriebszulassung durch die BaFin erhalten. Es handelt sich dabei um ein Zielfondsprodukt mit einer Laufzeit von 12 Jahren, bei dem Anleger zwischen einer Einmalanlagen- und einer Ratensparkomponente auswählen können.

Der geschlossene Publikums-AIF ist seit Januar 2015 im Vertrieb, die Pflichteinlage liegt bei 5.000 Euro (Ausgabeaufschlag 5%), wobei mindestens die Hälfte als Einmaleinlage zu leisten ist und der Rest in bis zu 100 monatlichen Raten (Minimum 25 Euro) eingezahlt werden kann. Zeichnungsschluss ist der 30. Juni 2016, ab 1. Januar 2029 soll planmäßig liquidiert werden. Ein ausführlicher Check mit vielen Infos zu den Immobilien und Infrastrukturprojekten, auf die der Fonds zielt, und detaillierten Bewertungen kann eingesehen werden unter: www.deutsche-finance.de

Noch bis Ende dieses Jahres kann beim zweiten Top-Seller der Investmentgesellschaft mitgezeichnet werden. Bei dem PERE Fund I handelt es sich um ein ähnliches Produkt zu vergleichbaren Konditionen mit einer Laufzeit bis Ende 2021. Auch hier wurden die Anlagebedingungen bereits von der BaFin genehmigt. Als Dachfonds ist der geschlossene Publikums-AIF auf den Erwerb von Anteilen an voraussichtlich vier bis acht institutionellen Zielfonds ausgelegt, die auf gewerbliche und Wohnimmobilien in Industrie- und Schwellenländern (hauptsächlich Kanada) fokussiert sind. Die DF Group selbst empfiehlt den PERE Fund I als Beimischung zu einem diversifizierten Anlageportfolio, verweist jedoch darauf, dass die auf Mikromärkte und mittelständisch geprägte Ziele mit institutionellen Partnern ausgerichtete Fondsstrategie in jeder Marktentwicklung solide sei. Gerade der Diversifikationsansatz nach dem Prinzip einer inversen Korrelation von Einzelmärkten soll hierbei das Performancerisiko minimieren.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die DF Deutsche Finance Group mit ihrer Holding unter CEO Thomas Oliver Müller keine der üblichen Graumarkt-Klitschen mit undurchsichtiger Struktur ist, sondern schon auf ihrer Internetseite sehr transparent mit dem Konzernaufbau und den verschiedenen Unternehmensbereichen umgeht.

Zum PORTFOLIO Fund I erklärte ein von uns befragter Experte zurückhaltend, aber nicht grundsätzlich ablehnend: „Der angebotene Fonds ist ein Private-Equity-Pool für Immobilien- und Infrastruktur-Investitionen, der sich an größeren Zielfonds beteiligt. Die Gesellschaft hat also ihren wesentlichen Aufgabenbereich in der Bündelung der Privatanleger als Einzelinvestor in einem anderen PE-Fonds. Das ist durchaus eine übliche Vorgehensweise in diesem Bereich. Die Qualität des Investments hängt insofern von den Zielfonds ab.“ Wer sich für ein Investment entscheidet, sollte also auch die Geschäftslage der Immobilienfirmen „am Ende der Nahrungskette“ im Blick haben.

 

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Finanzanalyse im Sinne des § 34 b Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) dar, Anlageempfehlung oder Anlageberatung.

Letzte Änderung am Donnerstag, 19 März 2015 17:48
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