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Institutionelle Investoren setzen auf international ausgerichtete und diversifizierte Immobilienstrategien

DF Deutsche Finance Group berät neben institutionellen Investoren weiterhin auch Privatinvestoren

Donnerstag, 07 Januar 2016 22:24
Logo der Deutsche Finance Logo der Deutsche Finance Quelle: www.deutsche-finance.de

München - Die Investmentbranche befindet sich derzeit im Umbruch. Einerseits arbeiten viele Anbieter mit Hochdruck daran, die durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) gestellten Anforderungen zu erfüllen. Andererseits gibt es auch ehemalige Emittenten von Beteiligungen, die den Weg zu einem regulierten Anbieter von Alternativen Investmentfonds (AIF) nicht mitzugehen bereit sind. Die in München ansässige DF Deutsche Finance Holding AG war einer der ersten deutschen Anbieter, der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Lizenz zur Verwaltung von AIF erhalten hat.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Finance Group, Thomas Oliver Müller, räumt ein, dass die Regulierungsvorgaben auch in seinem Unternehmen zu umfassenden Veränderungen geführt haben, aber die Erfahrungen damit sehr positiv seien. Der „institutionelle Hintergrund“ habe im Regulierungsprozess enorm geholfen und sei die Basis für ein „zielführendes Abarbeiten von regulatorischen Anforderungen wie zum Beispiel ein Risiko- und Liquiditätsmanagement, Compliance und Berichtswesen“ gewesen, so Müller. Damit spielt der Vorstandsvorsitzende darauf an, dass die Deutsche Finance Group als international agierender Investmentmanager auf institutionelle Private Market Investments in den Bereichen Immobilien, Private Equity Real Estate und Infrastruktur spezialisiert ist.

Im Herbst letzten Jahres war auch dem kritischen Finanzinformationsdienst „Kapitalmarkt-intern“ nicht entgangen, dass der Investment-Anbieter die Regulierungsvorgaben des Kapitalanlagegesetzbuches und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht professionell umgesetzt hat. „Kapitalmarkt-intern“ stellte fest: „Da die Deutsche Finance die Regulierungsanforderungen umgesetzt hat, ohne an Innovationstempo und Vertriebspower einzubüßen, ist man bei den Münchenern weiter in der Lage, schnell in den Bereichen Produkt und Vertrieb strategisch zu agieren: Neben der Gründung des Haftungsdachs revolutioniert die Deutsche Finance aktuell ihre Investmentstrategie: Nachdem man sich als Dachfonds- und Lead-Investor auch international eine Reputation aufgebaut und jüngst ein institutionelles Separate-Account-Mandat von einer der größten deutschen Versicherungsgesellschaften erhalten hat, wird sich die Deutsche Finance in Zukunft nicht mehr nur auf reine Dachfonds-Investitionsstrategien beschränken.“ Der Branchendienst schrieb weiter: „Um noch näher an den Assets zu sein, wird man mit den Partnern vor Ort selbst Zielfonds für institutionelle Kunden strukturieren und bei diesen platzieren, wobei Privatanlegern natürlich weiterhin innovative Produkte offeriert werden. Mit der Erweiterung der KVG-Lizenz auf OGAW-Vehikel bzw. offene Investmentfonds steht in München ohnehin die nächste Revolution ins Haus.“

Neben der erwähnten Lizenz für eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) hat die Deutsche Finance Group weitere Zulassungen für eine umfassende und abgesicherte Investment-Tätigkeit beantragt. DF-Vorstand Thomas Oliver Müller erklärte auf Nachfrage: „Neben der Zulassung als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) gemäß § 20 KAGB verfügen wir über die Zulassung für das Verwalten von einzelnen Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes (KWG) angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum einschließlich der Portfolioverwaltung fremder Investmentvermögen. Die Zulassung bildet die Grundlage für unsere individuellen Vermögensverwaltungsmandate von institutionellen Investoren.“

Nach Auffassung vieler Branchenkenner hat die Anpassung der Anlageverordnung im Rahmen des Kapitalanlagegesetzbuches die Attraktivität geschlossener Investmentmodelle für professionelle und institutionelle Investoren erhöht. Gerade institutionelle Akteure setzen auf der Suche nach reizvollen Anlagemöglichkeiten auf eine international ausgerichtete und breit diversifizierte Immobilienstrategie. Diese Immobilieninvestoren verfügen über ausreichend Liquidität für Kapitalanlagen, stoßen im Heimatmarkt aber oft auf ein beschränktes Angebot an lukrativen Immobilieninvestments.

Thomas Oliver Müller sagt zu den sich bietenden Anlagemöglichkeiten: „Internationale Immobilieninvestments werden von institutionellen Investoren vornehmlich über indirekte Vehikel wie zum Beispiel ‚Spezialfonds‘ durchgeführt. Diese Spezialfonds werden von einem institutionellen Fondsmanager konzipiert, verfolgen eine klar strukturierte Investmentstrategie und beinhalten ein professionelles Portfolio-Management. Der institutionelle Investor erhält durch diese Strategie Zugang zu allen bedeutenden internationalen Immobilienmärkten und gleichzeitig einen ‚Full Service‘ rund um die Immobilieninvestition. Durch eine fokussierte und bedarfsgerechte Asset-Management-Beratung bietet die Deutsche Finance Group institutionellen Investoren diesen exklusiven Zugang zu internationalen Immobilienstrategien.“

Der DF-Vorstandsvorsitzende stellt aber klar, dass er die Zukunft nicht nur im institutionellen Geschäft sieht: „Selbstverständlich werden wir auch weiterhin unserer Zielgruppe der Privatanleger Investitionsstrategien anbieten, um parallel zu institutionellen Investoren wie Pensionskassen, Versicherungen, Stiftungen und Universitäten investieren zu können.“

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