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Edelmetall-Experten der Commerzbank rechnen mit steigenden Goldnotierungen

Deutsche besitzen 8.672 Tonnen Gold im Wert von 333 Milliarden Euro

Freitag, 18 November 2016 02:59

Frankfurt am Main - Nach Angaben der Deutschen Bundesbank sind die Zinserträge für Spareinlagen in Deutschland in den Jahren 2009 bis 2015 von 13,8 Milliarden Euro auf 4,4 Milliarden Euro gesunken. Hinzu kommen noch die immensen Wertverluste von Lebensversicherungen, Bausparverträgen und anderen zinsbasierten Kapitalanlagen.

Weil die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zur systematischen Enteignung der Sparer führt, wird Gold als Wertanlage hierzulande immer beliebter.

Privatanleger in Deutschland besitzen mittlerweile die Rekordmenge von 8.672 Tonnen Gold, was einer Steigerung um fast 500 Tonnen seit 2014 entspricht. Laut einer Studie der Berliner Steinbeis-Hochschule im Auftrag des Edelmetallhändlers Reisebank besaßen im Jahr 2014 bereits 67 Prozent der Deutschen Gold in Form von Schmuck, Barren oder Münzen, zwei Jahre später waren es 75 Prozent.

Die Goldreserven der Deutschen belaufen sich auf einen Wert von 333 Milliarden Euro. Werden die goldbezogenen Wertpapiere hinzugerechnet, beträgt der Goldschatz hiesiger Privatleute sogar 376 Milliarden Euro. Durchschnittlich besitzt jeder volljährige Deutsche 69 Gramm Gold und damit vier Gramm mehr als 2014.

Die Studienautoren der Steinbeis-Hochschule resümieren: „Nach einer Konsolidierungsphase 2014 hat der Goldmarkt für private Anleger in Deutschland wieder deutlich an Attraktivität gewonnen.“ Das deckt sich mit der Einschätzung der Edelmetall-Experten der Commerzbank: Sie erwarten zum Ende dieses Jahres eine Goldnotierung von 1.250 Dollar und Ende 2017 von 1.450 Dollar.

Letzte Änderung am Freitag, 18 November 2016 03:05
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