bayern-depesche.de

Freigegeben in Wirtschaft

Auch 2016 waren die USA das wichtigste Exportland der bayerischen Wirtschaft

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) fordert Ende des „Trump-Bashings“

Mittwoch, 25 Januar 2017 22:16
Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) fordert Ende des „Trump-Bashings“ Bildquelle: PIXABAY.COM

München - Kurz nach der Vereidigung Donald Trumps zum 45. US-Präsidenten hat die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) Politiker und Journalisten dazu aufgefordert, das „Trump-Bashing“ einzustellen. „Deutschland braucht eine stabile transatlantische Zusammenarbeit. Es ist nicht sinnvoll, wutschäumend Porzellan zu zerschlagen“, mahnte sie und forderte dazu auf, „alles daran zu setzen, schnell direkte Gespräche aufzunehmen“.

Die USA seien immer noch Deutschlands wichtigster Verbündeter und ein herausragender Wirtschaftspartner. Die CSU-Politikerin sagte: „Wir werden uns auf den Präsidenten einstellen und die nächsten vier Jahre mit ihm auskommen müssen. Mit öffentlicher Empörung, Hass und Spott wird das kaum gelingen.“ Die deutsche Wirtschaft, aber auch die US-Amerikaner hätten ein großes Interesse an stabilen Beziehungen und freiem Handel. „Wie es aussieht, werden wir für unsere Position werben müssen – aber mit guten Argumenten“, so die Ministerin. 

Trotz eines Rückgangs der Ausfuhren um 10,0 Prozent auf 19,0 Milliarden Euro waren die USA in den ersten elf Monaten 2016 nach vorläufigen Ergebnissen weiterhin das wichtigste Exportland der bayerischen Wirtschaft. Die nächstwichtigsten Exportländer waren Großbritannien, China, Österreich, Frankreich und Italien. 

Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik lagen die USA unter den Importländern nach Österreich, China und der Tschechischen Republik auf dem vierten Platz. Ein Importwert von 10,7 Milliarden Euro bedeutet allerdings einen Rückgang von 3,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015. 

Der Exportüberschuss Bayerns gegenüber den USA betrug in den ersten elf Monaten des letzten Jahres 8,3 Milliarden Euro. Im Jahr 2015 lag er auf dem bisherigen Höchststand von 10,7 Milliarden Euro. 

Gut 5,5 Milliarden Euro, das entspricht 29,0 Prozent des bayerischen Exportvolumens in die USA, erzielte der Freistaat in den ersten elf Monaten 2016 mit Personenkraftwagen und Wohnmobilen. Gegenüber dem Vorjahr gingen deren Ausfuhren aber um fast 30 Prozent zurück.

Artikel bewerten
(4 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten