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Neue Broschüre „Wohnraum fördern in Bayern“ erschienen

Angebote der Wohnraumförderung für junge Familien, ältere Menschen und Studierende

Dienstag, 24 Januar 2017 05:19

München - Mit der jetzt erschienenen Broschüre „Wohnraum fördern in Bayern“ will das bayerische Innenministerium über verschiedene Fördermöglichkeiten für Wohnungssuchende informieren. Das breit gefächerte Angebot der Wohnraumförderung richtet sich vor allem an junge Familien, ältere Menschen und Studierende, die in bayerischen Ballungsräumen größte Schwierigkeiten haben, mit einem niedrigeren Einkommen eine angemessene Wohnung zu finden.

Laut der Broschüre gibt es Zuschüsse (Neubau bis zu 300 €/m² Wohnfläche und Modernisierung bis zu 100 €/m² Wohnfläche) und zinsgünstige Darlehen für den Neubau und die Modernisierung sozialer Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern. Auf die Unterstützung des Freistaates kann ebenso zählen, wer seinen bestehenden Eigen- und Mietwohnraum barrierefrei ausbaut. Wer Eigenwohnraum erwirbt oder neu baut, kann ein zinsgünstiges Baudarlehen und Kinderzuschüsse beantragen. Bezahlbaren Wohnraum für Studierende unterstützt der Staat durch zins- und tilgungsfreie Baudarlehen gegen Mietpreisbindung. Stationäre Wohnplätze für behinderte Menschen werden sogar mit bis zu 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert.

Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann erklärte dazu: „Bezahlbarer Wohnraum für alle gehört zu den Kernzielen bayerischer Politik. Deshalb haben wir den Wohnungspakt Bayern initiiert. Mit rund 2,6 Milliarden Euro wollen wir von 2016 bis 2019 bis zu 28.000 neue Wohnungen und Wohnplätze in Bayern schaffen.“

Zugleich wies der CSU-Politiker darauf hin, dass allein mit klassischer Wohnraumförderung die Probleme am Wohnungsmarkt nicht lösbar seien. Deutschland brauche in jedem Segment mehr Wohnungen. Das sei nur mit einem gemeinsamen Vorgehen aller politischen Ebenen zu schaffen. „Vor allem der Bund muss endlich die Weichen auf mehr und günstigeren Wohnungsbau stellen, von Energieeinsparvorgaben mit Augenmaß bis hin zum Steuerrecht. Und auch die Kommunen sind gefordert. So müssen beispielsweise die notwendigen Baugebiete ausgewiesen und die erforderlichen Verfahren zügig durchgezogen werden“, sagte Herrmann.

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