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2015 wurden in München 41 Millionen Fluggäste abgefertigt

Franz-Josef-Strauß-Flughafen erzielt bestes Jahresergebnis und neuen Passagierrekord

Dienstag, 29 März 2016 20:39
Flughafen München Flughafen München © Flughafen München GmbH | Fotograf: Alex Tino Friedel

München - Unbeschadet der Dauerdiskussion um eine dritte Start- und Landebahn erzielte der Flughafen München im letzten Jahr ein Rekordergebnis. Nach Angaben der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH (FMG) stieg der Umsatz im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr auf 1,25 Milliarden Euro; damit verbleibt ein Jahresgewinn von etwa 135 Millionen Euro. FMG-Chef Michael Kerkloh sagte: „Das ist das bisher beste Jahresergebnis unserer Unternehmensgeschichte.“

Möglich gemacht wurde dieses Ergebnis durch einen neuen Passagierrekord. Kerkloh zufolge wurden im letzten Jahr 41 Millionen Fluggäste abgefertigt und damit 1,3 Millionen mehr als im Vorjahr. Das liegt auch an der Erweiterung der Streckennetze. Zurzeit nutzen 97 Fluggesellschaften den Franz-Josef-Strauß-Flughafen, um weltweit 247 Ziele anzufliegen.

Auch das Frachtgeschäft entwickelt sich zur vollen Zufriedenheit der FMG. So legte der Cargo-Umschlag um fast neun Prozent auf gut 336.000 Tonnen zu.

Die Zahl der Flugbewegungen stieg um etwa ein Prozent auf 380.000.

Für 2016 rechnet die FMG aufgrund des Anmeldestandes für Starts und Landungen mit einer Zunahme um vier Prozent. Das entspräche 15.000 zusätzlichen Flugbewegungen.

Flughafen-Chef Michael Kerkloh nannte das Rekordergebnis des Flughafens auch „eine höchst erfreuliche Nachricht“ für die Gemeinden Freising, Hallbergmoos, Oberding und Marzling. Sie könnten mit Gewerbesteuerzahlungen in Höhe von 35 Millionen Euro und somit sieben Millionen Euro mehr als im Vorjahr rechnen.

Die Flughafen München GmbH erwartet eine weitere Attraktivitätssteigerung des Flughafens, wenn am 26. April das neue Satellitengebäude in Betrieb geht. Das Gebäude wird die Kapazität des Terminals 2 jährlich um schätzungsweise elf Millionen Passagiere erhöhen und vor allem von der Lufthansa genutzt werden. Michael Kerkloh schwärmte: „Als eines der modernsten Flughafengebäude weltweit wird der Satellit den Gästen in seiner attraktiven, lichtdurchfluteten Halle ein äußerst angenehmes Ambiente, vielfältige Shopping- und Gastronomieangebote und einen erhöhten Reisekomfort bieten.“

Mit der Präsentation des neuen Rekordergebnisses will die FMG auch die Debatte um den Bau einer dritten Start- und Landebahn in ihrem Sinne beeinflussen. Zur Behebung von Engpässen sei diese unerlässlich, meinte Kerkloh.

Dieser Darstellung widersprach entschieden der Landtagsabgeordnete Benno Zierer von den Freien Wählern. Die FMG mache den Flughafen München zu einem Dorado für Billigflieger, nur um eine möglichst große Kapazitätsauslastung behaupten zu können. Zierer kritisierte: „Da gibt es Flüge für 29 Euro auf Verbindungen, die eigentlich niemand braucht. Hauptsache, die freien Kapazitäten werden so schnell wie möglich ausgelastet und der Flughafen kann ein Plus bei den Starts und Landungen verkünden.“

Auch ohne eine dritte Start- und Landebahn ist der Münchner Flughafen von dem renommierten US-Reisemagazin „Premier Traveler“ vor Kurzem als „Best Airport in the World 2015“ ausgezeichnet worden.

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