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Nürnberg - Nach Vorstellungen der Bayerischen Staatsregierung und der Stadt Nürnberg soll der Schwurgerichtssaal 600 im Nürnberger Justizpalast zum Museum und UNESCO-Weltkulturerbe werden. In diesem Saal trat vor 70 Jahren – am 20. November 1945 – der Internationale Militärgerichtshof der vier alliierten Siegermächte des Zweiten Weltkrieges zusammen, um die „Hauptkriegsverbrecher“ auf deutscher Seite abzuurteilen. Am 1. Oktober 1946 endete der Prozess gegen 22 Hauptangeklagte mit der Urteilsverkündung; 15 Tage später wurden dann zehn Todesurteile vollstreckt.

Samstag, 19 September 2015 20:27

Nürnberg wird neuen Konzertsaal erhalten

Nürnberg - Die Stadt Nürnberg hat den Bebauungsplan für das Areal an der Meistersingerhalle am Luitpoldhain geändert und wird sich in schätzungsweise zehn Jahren mit einem neuen Konzertsaal schmücken können. Nürnbergs Kulturreferentin Julia Lehner (CSU) blickt auf die bayerische Landeshauptstadt und sagt voller Stolz: „München denkt immer noch nach, Nürnberg handelt.“

Nürnberg/München - Das Oberlandesgericht (OLG) München hat die angekündigte Entscheidung über die zukünftigen Betreiberverhältnisse an der Nürnberger S-Bahn „aus dienstlichen Gründen“ auf den 17. September verschoben. „Das Gericht braucht mehr Zeit. Der Senat ist mit seiner Entscheidung noch nicht fertig“, sagte ein Sprecher des OLG. Damit herrscht immer noch keine Klarheit, wer künftig die S-Bahn in der Frankenmetropole betreiben darf – die britische National Express oder die Deutsche Bahn?

Berlin - Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) kündigte einen härteren Kurs gegen Asylanten aus den Balkanstaaten an: Neben schnelleren Abschiebungen sollen die Antragsteller künftig bis zur Antragsablehnung zudem in Einrichtungen der Länder untergebracht bleiben, um die Kommunen deutlich zu entlasten.

Berlin - Die Bundesregierung rechnet nun doch mit wesentlich mehr Asylantragstellern in diesem Jahr als bisher angekündigt. Statt der bisher prognostizierten 300.000 Asylanten müsse mit mindestens 400.000 Personen gerechnet werden, heißt es nun. Die Kommunen hatten bereits vor Wochen die offiziellen Zahlen bezweifelt und eigene Prognosen veröffentlicht, die von mindestens 500.000 Antragstellern ausgehen.