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München - Nicht nur bayerische Landespolizisten leisteten im letzten Jahr zahlreiche Überstunden, sondern auch die Bediensteten auf den etwa 4.050 Stellen im bayerischen Strafvollzugsdienst. Nach Angaben des bayerischen Justizministeriums haben die Bediensteten der bayerischen Gefängnisse wegen der angespannten Personalsituation im Jahr 2015 etwa 65.400 Überstunden angehäuft. Der Personalstand sei „auf Kante genäht“, gab eine Sprecherin zu. Sie verwies aber darauf, dass bis 2018 immerhin 250 weitere Planstellen geschaffen würden.

München - Wie Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä am Donnerstag mitteilte, haben die 6.000 Polizisten seines Dienstbereiches im letzten Jahr ungefähr 500.000 Überstunden geleistet. Andrä begründet das mit den außergewöhnlichen Sicherheitsmaßnahmen vor und während des G7-Gipfels in Bayern und den vielen Asylbewerbern, die im letzten Jahr in München ankamen. Im Jahr 2016 werde die Terrorabwehr eine noch größere Herausforderung als im vergangenen Jahr sein, so Andrä. Der Polizeipräsident hält München trotz der hohen Anforderungen für die sicherste Millionenstadt Deutschlands.

München/Berlin - Am 13. September kündigte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) angesichts des Asylantenansturms die Wiedereinführung von Einreisekontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze an. Seitdem haben Bundespolizisten mehr als 500.000 Überstunden geleistet, ohne die Zuwanderung damit begrenzen zu können. Zwischen dem 13. September und dem 16. Oktober wurden „Mehrleistungen in Höhe von ca. 500.000 Stunden erbracht“, heißt es in der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage. Außerdem arbeiteten Beamte „in Bayern anlässlich von Grenzkontrolleinsätzen“ in der Woche „bis zu 80 Stunden“. Schichten der Bundespolizisten dauern mittlerweile bis zu 13 Stunden.