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München - Seit Langem gilt Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer als Kritiker der Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Im Januar dieses Jahres verlangte er erneut ihre Aufhebung und die Rückkehr Russlands in den Kreis der G8-Staaten. Der CSU-Chef mahnte „Realpolitik statt Säbelrasseln“ an und erklärte: „Die Sanktionen gegen Russland sollten in diesem Jahr beendet werden. Russland sollte auch in den Kreis der G8 zurückkehren. Wir müssen raus aus dem Blockdenken des 20. Jahrhunderts. Es geht um gemeinsame Antworten auf Terror, Migration, Klimawandel.“

Berlin - Nach den Anschlägen in Bayern fordert Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) neue "Sicherheitsmaßnahmen“. Bereits bei der Einreise von Flüchtlingen müsse die Identität genau geprüft und Abschiebungen in Krisengebiete dürften kein Tabu mehr sein. Der „Bürgerschutz“  müsse durch Aufstockung der Polizei verbessert werden. Der Staat müsse Stärke zeigen, um dem Terrorismus entgegen zu treten.

München - Die Terrorwelle in Frankreich scheint auch Deutschland einzuholen. Der Vorfall in einem Regionalzug von Treuchtlingen nach Würzburg ähnelt der Tat in Nizza. Ein 17 jähriger Asylbewerber aus Afghanistan attackierte 20 bis 30 Reisende in diesem Zug mit einer Axt und einem Messer. Vier Fahrgäste hätten versucht die Übrigen zu schützen und wurden dabei schwer verletzt. Durch die Notbremse sei der Zug bei Würzburg Heidingsfeld  gestoppt worden und Spezialeinsatzkräfte hätten dann den Angreifer durch Schüsse abgewehrt, wobei der Angreifer getötet worden sei.

Sonntag, 17 Juli 2016 00:38

Der Anschlag in Nizza

in Politik

Nizza - Der Anschlag in Nizza ausgerechnet  am 14 Juli, dem Französischen Nationalfeiertag in Erinnerung an den Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789, mag eine zynische Note beinhalten. Die Beistands- und Betroffenheitsbekundungen aus Mitgefühl und Anteilnahme lassen das Problem derartiger Anschläge nicht kleiner erscheinen. Zynik liegt nicht nur in der Wahl des Tages, sondern auch im Ausdruck  der Fassungslosigkeit dieses Anschlags. In der Wahl des Tages zeichnet die Zynik einen Angriff auf das Symbol des Sturms auf die Bastille als Beginn der Revolution mit den aufklärerischen Worten der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, maßgeblich prägende Werte unserer westlichen Gesellschaft.