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Geiselhöring/Regensburg - Wie erst jetzt bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Regensburg vor wenigen Wochen gegen zwei Beschuldigte Anklage wegen Wahlfälschung, Urkundenfälschung und der Anstiftung zur Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung erhoben. Fünf weiteren Personen wird Beihilfe vorgeworfen.

München - Im September 2015 hielt Bayern rund 58.000 VW-Vorzugsaktien in Form eines Pensionsfonds für Landesbedienstete. Weil sich der Freistaat wie andere Volkswagen-Anleger zu spät über die Folgen des Abgasbetrugs informiert fühlte und seine VW-Aktien Wertverluste erlitten, kündigte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) jetzt eine Schadenersatzklage in Höhe von etwa 700.000 Euro gegen den Wolfsburger Autobauer an.

Augsburg - Das Landgericht Augsburg hat eine Mutter wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags zu sieben Jahren Haft verurteilt und ist damit noch über das von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmaß hinausgegangen. Nach Überzeugung des Gerichts hat die Angeklagte eines ihrer Kinder so schwer unterernährt, dass es im Mai 2015 wegen Lebensgefahr ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Ärzte kämpften wochenlang um das Leben des Babys.

München - Nach wochenlangen Ermittlungen hat die Polizei nun fünf junge Männer verhaftet, die in den frühen Morgenstunden des 16. April eine 26-jährige Münchnerin in ihrer Wohnung brutal vergewaltigt haben sollen. Ein weiterer Mann, der versuchte, aus der Wohnung des Opfers gestohlene Wertgegenstände weiterzuverkaufen, sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft. Das Kommissariat für Sexualstraftaten konnte die fünf Beschuldigten aufgrund von DNA-Spuren ermitteln.

Regensburg - Am Dienstag durchsuchte die Staatsanwaltschaft Regensburg mit 69 Beamten die Dienst- und Privaträume des Regensburger Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs (SPD). Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren wegen Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung im Zusammenhang mit einer möglicherweise illegalen Parteispende. Es besteht der Verdacht, dass Wolbergs als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Regensburg-Stadtsüden von drei Immobilienunternehmen seit dem Jahr 2013 insgesamt über 500.000 Euro Spendengelder erhalten hat.

Augsburg/Rott am Lech - Nach Angaben des Augsburger Landgerichts ist ein Verfahren gegen den Landwirt Nikolaus Ertl wegen Tierquälerei vorläufig eingestellt worden. Der Sohn des früheren bayerischen FDP-Landesvorsitzenden Josef Ertl, der von 1969 bis 1983 auch Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war, muss 2.000 Euro Strafe an die Justizkasse zahlen und 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Das hat jetzt eine Strafkammer des Augsburger Landgerichts in zweiter Instanz entschieden.

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