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Wien - Unter dem frischen Eindruck der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl, bei der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer 35,3 Prozent der Stimmen erhielt und die Kandidaten der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP deklassiert wurden, hat das österreichische Parlament mit großer Mehrheit eine weitere Verschärfung des Asylrechts beschlossen.

Wien - Bei der Neuwahl des österreichischen Bundespräsidenten haben die Wähler im Zeichen der Asyl-Krise für ein politisches Erdbeben gesorgt und die Parteienlandschaft gründlich umgepflügt. Norbert Hofer, der Kandidat der von deutschen Medien als „rechtspopulistisch“ etikettierten FPÖ, erhielt im ersten Wahlgang nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 35,3 Prozent der Stimmen. Damit erzielte die FPÖ unter der Führung von Parteichef Heinz-Christian Strache ihr historisch bestes Ergebnis bei einer landesweiten Abstimmung. Ihr bisheriges Rekordergebnis bekam die FPÖ mit 27,53 Prozent bei der Europawahl 1996.

Wien - Nachdem auf Druck Österreichs die sogenannte Balkanroute für illegale Zuwanderer geschlossen wurde, befürchtet die Regierung in Wien alternative Fluchtwege über Italien und den Brenner. Sie hat deshalb Maßnahmen für einen strikten Grenzschutz unter Einbeziehung des österreichischen Bundesheeres am Alpen-Übergang angeordnet.

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