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München – Die Corona-Politik mit ihrem gefühlten Endlos-Lockdown belastet insbesondere Kinder und Jugendliche schwer. Das merken immer dramatischer die jugendpsychiatrischen Einrichtungen, deren Bedarf an Behandlungsplätzen enorm gestiegen ist. Die Kinder- und Jugendpsychiatrien haben inzwischen ihre Belastungsgrenzen erreicht. Der Betreuungsbedarf sei in der Corona-Krise massiv gestiegen, sagte beispielsweise Gerd Schulte-Körne. Der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität München verglich die aktuelle Situation mit einem Fass, das gerade überlaufe. „Es gibt psychiatrische Erkrankungen in einem Ausmaß, wie wir es noch nie erlebt haben“, unterstrich auch Jakob Maske vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). „Kinder und Jugendliche wurden in der Pandemie von Anfang an massiv vernachlässigt. In der ersten Phase waren die pauschalen Einschränkungen wie Schul- und Kitaschließungen noch nachvollziehbar. Aber inzwischen haben wir gelernt, dass Kinder die Infektion deutlich weniger weitertragen und selbst deutlich seltener erkranken als Erwachsene“, so der BVKJ-Sprecher. Es seien „verheerende Langzeitfolgen“ für Kinder und Jugendliche zu befürchten. „Die Kinder- und Jugendpsychiatrien sind voll, dort findet eine Triage statt. Wer nicht suizidgefährdet ist und ‚nur‘ eine Depression hat, wird gar nicht mehr aufgenommen“, beklagte Jakob Maske.

München - Dem Vorschlag des Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble (CDU), die Sommerferien zu verkürzen, kann Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bislang nur wenig abgewinnen. In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk erklärte er, dass es in Bayern keine Streichung der Sommerferien geben werde, der Notenschluss werde in diesem Schuljahr jedoch später stattfinden.

Nürnberg - Wegen einer erwiesenen Ansteckung oder dem Verdacht auf Corona-Infektionen blieben eine Reihe von Schulen und Kindergärten in Bayern am gestrigen Freitag, 6. März, geschlossen. Nachdem sich Situation sich laufend ändert und wohl heute Samstag noch einige dazukommen werden, ist es ratsam bei Schulen und Kitas selbst nachzufragen.

Wiesbaden – Der Bund hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im ersten Quartal des laufenden Jahres knapp 8,7 Millionen Euro für Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) zur Verfügung gestellt. Demnach entfielen rund 65 Prozent der Ausgaben auf 6- bis 13-jährige und rund 20 Prozent auf 14- bis 17-jährige Migrantenkinder.