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München - Nachdem das Bundesinnenministerium die Vereinigung „Die wahre Religion“ (DWR) alias „LIES! Stiftung“ einschließlich mehrerer Teilorganisationen verboten hat, durchsuchten die Sicherheitskräfte auch in Bayern zahlreiche Objekte der Organisation. Diese macht seit Jahren durch deutschlandweite Koran-Verteilaktionen auf städtischen Plätzen und in Fußgängerzonen auf sich aufmerksam, ohne dass Politiker und Sicherheitsbehörden bisher eingeschritten wären.

München - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat in München eine positive Bilanz von Programmen zur „Deradikalisierung“ von Salafisten im Freistaat gezogen. Laut dem CSU-Politiker bewegen sich bayernweit rund 650 Personen in der salafistischen Szene, von denen 20 Prozent gewaltorientiert sind. „Bei fast jedem islamistischen Terroranschlag der vergangenen Jahre in Europa gab es einen Bezug der Attentäter zur salafistischen Szene“, machte der Minister deutlich. „Besonders die zunehmende Radikalisierung junger Menschen bereitet uns große Sorgen.“

Wiesbaden – Der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Ismail Tipi, hat mit einem Facebook-Post neuen Zündstoff in die Debatte um ein Burka-Verbot gebracht. In einer Meldung schrieb Tipi am Freitag in dem sozialen Netzwerk: „Auf der Besuchertribüne des Bundestags sind Hüte und Mützen verboten. Die Vollverschleierung aber nicht. Das muss mir jemand erklären.“

Wiesbaden - Ismail Tipi, türkischstämmiges CDU-Mitglied des Hessischen Landtages, wird seit Längerem wegen seiner Warnungen vor der radikal-islamischen Szene eingeschüchtert und sogar mit dem Tod bedroht. Nun hat der Abgeordnete, der seit Anfang 2010 den Wahlkreis 45 (Offenbach Land II) vertritt und in Heusenstamm lebt und ein Bürgerbüro unterhält, islamischen Fanatikern erneut den Fehdehandschuh hingeworfen.

München - Wie Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä am Mittwoch bekanntgab, werden die allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen in der bayerischen Landeshauptstadt nach den islamistischen Terroranschlägen in Paris verschärft. Die Polizei werde auf den Straßen mehr Präsenz zeigen und insbesondere die örtliche Islamisten-Szene intensiver beobachten. Die BAYERN DEPESCHE hatte mehrfach darüber berichtet, dass Münchner Salafisten immer häufiger Koran-Verteilungen organisieren und wachsenden Zulauf bei Jugendlichen verzeichnen. Am Hauptbahnhof läuft nun schwerbewaffnete Bundespolizei Streife und auch in den U- und S-Bahnhöfen Münchens sind Polizisten in Uniform allgegenwärtig.

München - Wie erst jetzt bekannt wurde, stach am Sonntagabend im Münchner Stadtteil Sendling ein 21-jähriger Afghane seine Frau auf offener Straße nieder. Dem Polizeibericht zufolge ereignete sich die Gewalttat gegen 21.30 Uhr in der Nähe der U-Bahnstation Brudermühlstraße. Als die 17-jährige Muslima mit ihrer acht Monate alten Tochter dort zufällig ihren Mann erblickte, versuchte sie davonzulaufen. Der junge Afghane holte sie aber ein und stach mit einem „messerähnlichen Gegenstand“ mehrfach auf sie ein, wie die Polizei mitteilte. Erst als Passanten eingriffen, ließ er von der jungen Frau ab, mit der er nach muslimischem Recht verheiratet war, und floh selbst. Bereits im Alter von 15 Jahren war sie nach islamischem Recht seine Frau geworden.

München - Auf Veranlassung der Bundesanwaltschaft wurde am Freitag ein Mitglied der Terrormiliz „Islamischer Staat“ („IS“) bei der Einreise am Münchner Flughafen festgenommen. Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte, besteht gegen Ali R. aus Berlin ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs. Der Verhaftete soll im Dezember 2014 nach Syrien gereist sein, um sich dem „Islamischen Staat“ anzuschließen und aktiv am Kampfgeschehen teilzunehmen. Bis Mai dieses Jahres soll der 31-Jährige im Verwaltungsapparat der Terrormiliz tätig gewesen sein und neue Kämpfer in Syrien betreut haben. Nach bisherigem Ermittlungsstand hat Ali R. außerdem Hüllen für Sprengfallen gebaut und als Waffenträger einen Versorgungskonvoi des muslimischen Extremisten begleitet.

Donnerstag, 22 Oktober 2015 23:47

Viel Zulauf für die bayerische Salafisten-Szene

in Medien

München - Innerhalb der letzten fünf Jahre ist die Zahl der Salafisten in Bayern von 130 auf 600 gestiegen. Das sagte nun Dominik Irani vom bayerischen Landeskriminalamt bei einer Expertenanhörung im Innenausschuss des Bayerischen Landtages. Laut Irani gewinne das Internet für die salafistische Szene immer mehr Bedeutung als Propagandainstrument und Radikalisierungsverstärker. Ali Oumghar vom bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz sagte, dass Internet wirke als „Brandbeschleuniger“ für anfällige muslimische Jugendliche.

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