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München - Die Münchner Wiesn hat bisher nicht an ihre Besuchererfolge der letzten Jahre anknüpfen können und heuer deutlich weniger Gäste angezogen. In der ersten Woche besuchten rund drei Millionen Menschen die 182. Wiesn und damit etwa 300.000 weniger als 2014. Vor zwei Jahren waren es zur Halbzeit sogar noch 3,5 Millionen Besucher gewesen. Die meisten Wiesn-Wirte sprechen deshalb von einer Besucherflaute.

Montag, 21 September 2015 21:06

Oktoberfest-„Tatort“ mit Zuschauerrekord

in Medien

München - Den Zeitpunkt der Ausstrahlung hätte die ARD kaum besser wählen können: Am Samstag wurde das 182. Oktoberfest eröffnet, und einen Tag später lief ein thematisch maßgeschneiderter „Tatort“ mit den Kommissaren „Batic“ und „Leitmayr“ zur besten Sendezeit. 10,60 Millionen Zuschauer sahen den neuesten Kriminalfall dieses Ermittler-Duos, das damit seine beste Zuschauerzahl seit 22 Jahren holte. Die 10,60 Millionen Zuschauer entsprachen am Sonntagabend einem Marktanteil von 30,9 % für den Krimi des Bayerischen Rundfunks. Eine ähnliche Zuschauerzahl erreichten „Batic“ und „Leitmayr“ zuletzt im August 1993 mit dem „Tatort“ „Alles Palermo“. Der aktuelle Quotenbringer mit dem Titel „Die letzte Wiesn“ war ihr 70. „Tatort“. Gedreht wurde im Jahr 2014 in einem echten Wiesnzelt mit 200 Komparsen, die für eine fröhliche Filmkulisse und viel Oktoberfest-Flair sorgten.

München - An diesem Samstag beginnt das 182. Münchner Oktoberfest mit schätzungsweise sechs Millionen Besuchern. Anfang September äußerte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) seine Befürchtung, dass es beim Aufeinandertreffen von alkoholisierten Oktoberfest-Besuchern und Asylanten auf dem Münchner Hauptbahnhof zu Auseinandersetzungen kommen könnte. Herrmann verwies auf die Brennpunkt-Situation am Hauptbahnhof infolge des Asylantenansturms und gab zu bedenken, dass die vielen muslimischen Asylbewerber „Begegnungen mit massiv alkoholisierten Menschen in der Öffentlichkeit nicht gewohnt“ seien. Auch Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) verlangte mit Blick auf die Wiesn, dass München nicht länger Hauptanlaufpunkt für Asylsuchende bleiben dürfe. Herrmann hatte bei Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) schon vor Wochen eine deutliche Verstärkung der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof angefordert, die ihm nach eigener Aussage auch zugesagt wurde.

München - Die bayerische Landeshauptstadt befindet sich spätestens seit dem letzten Wochenende im Ausnahmezustand, als binnen 48 Stunden fast 20.000 illegale Zuwanderer mit Zügen aus Ungarn dort ankamen. Immer neue Folgeprobleme des unkontrollierten Asylantenzustroms stellen sich in München ein. Die neueste Sorge, die Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) umtreibt, ist das Aufeinandertreffen von alkoholisierten Oktoberfest-Besuchern und Asylanten auf dem Hauptbahnhof. Die Polizei bereitet sich deshalb auf einen Großeinsatz vor, um angetrunkene Oktoberfest-Besucher am Hauptbahnhof von den Ankömmlingen fernzuhalten. Interessant ist, dass die bayerische Staatsregierung das Gewaltpotential ausschließlich bei den Wiesn-Besuchern vermutet und nicht bei muslimischen Asylbewerbern, die Alkoholkonsum aus religiösen Gründen ablehnen. Offenbar befürchtet man, dass sich unter Alkoholeinfluss etwas von dem weitverbreiteten Unmut gegen die Politik der offenen Grenzen Bahn bricht.

München - Am 19. September 2015 ist es wieder soweit: Um Punkt 12.00 Uhr wird im Festzelt „Schottenhamel“ mit dem Ruf „O'zapft is!“ das 182. Oktoberfest eröffnet. Wenn traditionell der Münchner Oberbürgermeister das erste Bierfass auf der Wiesn ansticht und am ersten Wiesn-Sonntag die Trachten- und Schützenvereine durch München zur Theresienwiese ziehen, ist fast ganz München in Volksfeststimmung. Spontanbesuche auf dem Oktoberfest überlegen sich die Münchner aber mittlerweile dreimal, weil es ab 12.00 Uhr mittags keine Chancen mehr gibt, in die übervollen Festzelte zu gelangen.

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