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München - Stadtverwaltung, Wirte und Schausteller ziehen eine ernüchternde Bilanz: Das 183. Münchner Oktoberfest haben nur 5,6 Millionen Menschen besucht und damit noch einmal 300.000 weniger als im Vorjahr. Mit 5,6 Millionen Wiesn-Gästen wurde 2016 die niedrigste Besucherzahl seit 15 Jahren verzeichnet. Nur im Jahr 2001 waren mit 5,5 Millionen Besuchern noch weniger Menschen auf das Oktoberfest gekommen.

München – Nur etwas weniger als die rund drei Millionen Besucher des letzten Jahres zählte Münchens zweiter Bürgermeister und Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) zur Halbzeit des Oktoberfests am vergangenen Sonntag. Damit fiel das Minus geringer aus, als man es noch nach dem verregneten ersten Wiesen-Wochenende befürchtet hatte.

München - An seinem ersten Wochenende verzeichnete das diesjährige Oktoberfest einen dramatischen Besuchereinbruch. Wie das Münchner Kreisverwaltungsreferat mitteilte, wurden an den beidenEröffnungstagen nur 500.000 Besucher auf der Theresienwiese gezählt und damit eine halbe Million weniger als im Vorjahr. Entsprechend sanken auch die Umsätze der Schausteller.

München - Seit vielen Jahren gibt es die sogenannte Damenwiesn, zu der bis zu 1.400 Frauen aus wohlhabenden Kreisen von der Unternehmer-Gattin Regine Sixt eingeladen werden. Neben Geselligkeit und Kontaktpflege in der „besseren Gesellschaft“ geht es bei dieser Veranstaltung um das Spendensammeln für die Kinderhilfe-Stiftung der Gastgeberin namens „Tränchen trocknen“.

München/Ansbach - Einen Tag, nachdem ein 27-jähriger syrischer Asylbewerber in Ansbach eine in einem Rucksack versteckte Bombe zündete und damit 15 Menschen teils schwer verletzte, hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ein Rucksack-Verbot für das diesjährige Oktoberfest ins Gespräch gebracht. Das 183. Münchner Oktoberfest findet vom 17. September bis zum 3. Oktober 2016.

München - Der für den 13. Mai im Münchner Hofbräukeller geplante Auftritt der AfD-Bundessprecherin Frauke Petry vor 500 Gästen soll auf jeden Fall stattfinden. Das kündigte der Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes München-Ost, Wilfried Biedermann, an, nachdem Wirt Ricky Steinberg seine Vermietungs-Zusage vor einigen Tagen zurückgezogen und sich scharf von der AfD distanziert hatte. Biedermann wirft ihm Vertragsbruch vor.

Der Vertrag zwischen dem Hofbräukeller und dem veranstaltenden AfD-Kreisverband sei am 28. April unstrittig rechtswirksam abgeschlossen worden. Eine geforderte Vorauszahlung von 6.100 Euro sei pünktlich überwiesen worden, so der AfD-Kreischef.

München - Die Münchner Wiesn hat bisher nicht an ihre Besuchererfolge der letzten Jahre anknüpfen können und heuer deutlich weniger Gäste angezogen. In der ersten Woche besuchten rund drei Millionen Menschen die 182. Wiesn und damit etwa 300.000 weniger als 2014. Vor zwei Jahren waren es zur Halbzeit sogar noch 3,5 Millionen Besucher gewesen. Die meisten Wiesn-Wirte sprechen deshalb von einer Besucherflaute.

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