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Nürnberg - Am Sonntag ging nach neun Tagen die größte Verbrauchermesse des Freistaates Bayern mit einem Besucherrückgang zu Ende. In zwölf Messehallen präsentierten sich etwa 1.200 Aussteller auf der Consumenta. Dazu gehörten neben den Direktvermarktern des Großraum Nürnbergs und den zugehörigen Landkreisen, Städten und Gemeinden wieder viele fränkische Unternehmen und Institutionen. Dass es hierbei immer auch um die Vermarktung regionaler Produkte und Imagewerbung für die Heimatregion geht, zeigt die jährliche Vergabe des Consumenta-Marketingpreises für besonderes Regionalmarketing. Unter dem Motto „Aus der Region – Für die Region“ zeigt die Messe, dass Heimat etwas Existentielles für den Menschen ist und deswegen auch im Marketing eine große Rolle spielt.

Nürnberg - Ist der Frankenschnellweg nur eine Kreisstraße oder tatsächlich eine Schnellstraße, für deren Ausbau eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig ist? Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof will sich hier nicht festlegen und hat nun entschieden, dass der Europäische Gerichtshof (EuGH) über die juristischen Streitfragen des Ausbaus des Nürnberger Frankenschnellwegs befinden soll. Der Vorsitzende Richter Erwin Allesch meint: „Dann sind wir auf jeden Fall auf der sicheren Seite.“ Sollten die Richter in Luxemburg die Auffassung vertreten, dass es sich um eine Schnellstraße nach europäischem Recht handelt, müsste die Stadt Nürnberg eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen. Das wäre mit weiteren Bauverzögerungen und Kostensteigerungen verbunden.

Nürnberg - Auf der Tagung „Franken – eine blühende Landschaft Bayerns?“ hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Bayerische Staatsregierung aufgefordert, mehr Einsatz für die Entwicklung der Kommunen im ländlichen Raum zu zeigen. Bei dem Treffen debattierten rund 100 Teilnehmer aus Gewerkschaften, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kirchen über die Zukunftschancen des ländlichen Raumes mit besonderem Blick auf Franken.

Nürnberg - Der Präsident des Bayerischen Gemeindetags, Uwe Brandl (CSU), wurde bei seinem Auftritt auf der diesjährigen Fachmesse „Kommunale“ seinem Ruf als Klartext-Redner gerecht. Im Messezentrum Nürnberg trafen sich Entscheider und Führungskräfte der öffentlichen Verwaltung, um – so heißt es auf der Webseite der „Kommunale“ – „aktuelle und zukünftige Herausforderungen rund um die Themen Kommunale IT, eGovernment, Energiewende, Kommunaltechnik, öffentliche Verwaltung oder Stadtplanung zu bewältigen“. Gewöhnlich besuchen Bürgermeister und Behördenleiter die Messe, um sich über so profane Dinge wie neue Bushäuschen, Verwaltungssoftware, Straßenlaternen oder Baustellenbeschilderungen zu informieren. Überlagert wurde die 9. Fachmesse dieser Art aber von dem Massenansturm der „Flüchtlinge“, unter dem Bayerns Kommunen besonders leiden. Momentan erreichen jeden Tag etwa 6.500 illegale Einwanderer den Freistaat Bayern.

Nürnberg - Die Innenminister Bayerns und Tschechiens, Joachim Herrmann (CSU) und Milan Chovanec, haben in Nürnberg eine Absichtserklärung zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität unterzeichnet. Vorrangig geht es um eine bessere Behörden-Zusammenarbeit gegen den Schmuggel und Verkauf der synthetischen Droge Crystal, aber auch um Wohnungseinbrüche und Autodiebstähle in der Grenzregion. Die tschechische Seite will verstärkt gegen die Drogenlabore auf ihrem Staatsgebiet vorgehen und Händlerringe und Schmugglerrouten aufdecken. Der Informationsaustausch zwischen deutschen und tschechischen Behörden soll beschleunigt und der Sprachunterricht für Polizisten beider Seiten verbessert werden.

Nürnberg - Die gegenwärtige Bautätigkeit in ihrer Stadt erinnert die alten Nürnberger fast an die Zeit des Wirtschaftswunders. Die Stadtverwaltung geht für das ganze Jahr 2015 von 14.000 Baustellen in der Stadt aus, darunter auch Großbaustellen, die die Verkehrsteilnehmer monatelang auf eine Geduldsprobe stellen. 2013 waren es noch knapp 12.000 Baustellen in der Stadt. In diesem Jahr mit 14.000 Baumaßnahmen hat dann rein rechnerisch alle 95 Minuten eine Bautätigkeit in der Franken-Metropole begonnen. Uwe-André Bauer, Werkbüroleiter des Nürnberger Servicebetriebs Öffentlicher Raum (SÖR), sagt auf Nachfrage, dass alleine im September an fast 1.400 Stellen im Stadtgebiet gebaut wurde.

Samstag, 19 September 2015 20:27

Nürnberg wird neuen Konzertsaal erhalten

Nürnberg - Die Stadt Nürnberg hat den Bebauungsplan für das Areal an der Meistersingerhalle am Luitpoldhain geändert und wird sich in schätzungsweise zehn Jahren mit einem neuen Konzertsaal schmücken können. Nürnbergs Kulturreferentin Julia Lehner (CSU) blickt auf die bayerische Landeshauptstadt und sagt voller Stolz: „München denkt immer noch nach, Nürnberg handelt.“

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