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Moskau/Wien – Eine Delegation der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) unter Führung von Parteichef Heinz-Christian Strache hat während eines Besuchs in Moskau einen Kooperationsvertrag mit der Kreml-Partei „Einiges Russland“ geschlossen, der sich über die nächsten fünf Jahre erstreckt. Der Vertrag, der von Strache und dem stellvertretenden Sekretär des Generalrates von „Einiges Russland“, Sergej Schelesnjak, unterzeichnet wurde, umfasst insgesamt zehn Punkte.

Bozen – Vertreter der deutschsprachigen Oppositionsparteien in Südtirol haben sich erleichtert über den Ausgang des Verfassungsreferendums in Italien gezeigt. „Durch das Scheitern der Reform wird eine große Gefahr für Südtirols Autonomie, wenn auch nicht durch Südtirol selbst, abgewendet“, hieß es in einer Erklärung der Süd-Tiroler Freiheit am Sonntag. „Wir haben unseren Beitrag dafür geleistet, dass über 90.000 Südtiroler Nein zu Rom sagten.“ Zufrieden können die Autonomieparteien allerdings nicht sein, denn in Südtirol selbst stimmten über 60 Prozent dem Verfassungsentwurf Renzis zu.

Wien – Die ebenso spannende wie pannenreiche Bundespräsidentenwahl in Österreich ist entschieden: Der Grüne Alexander Van der Bellen konnte sich bei der Wiederholung der Stichwahl am vergangenen Sonntag mit 51,7 Prozent (Ergebnis ohne Briefwähler) gegen seinen Kontrahenten Norbert Hofer von der FPÖ durchsetzen. Für FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache ist dies zweifelsohne eine bittere Niederlage, aber kein Weltuntergang. Schließlich erreichte Hofer das beste Ergebnis für die Freiheitlichen aller Zeiten. „Die Zeit war noch nicht reif dafür, aber vielleicht ist sie es das bei der nächsten Bundespräsidentenwahl“, so Strache am Wahlabend. Der Unterlegene kündigte bereits an, zur nächsten Präsidentenwahl wieder antreten zu wollen.

Wien/Budapest – Der FPÖ-Kandidat zur Bundespräsidentenwahl in Österreich, Norbert Hofer, hat in einem Interview mit der ungarischen Online-Zeitung „Visegrád Post“ für einen Beitritt seines Landes zur Visegrád-Gruppe ausgesprochen. „Ich glaube, es wäre von Vorteil für unser Land, der Visegrád-Gruppe beizutreten. Sowohl geografisch wie auch historisch würde Österreich gut mit der Visegrád-Gruppe zusammenarbeiten können. Diesbezüglich habe ich auch bei meinem Besuch beim tschechischen Präsident Milos Zeman äußerst konstruktive Gespräche geführt“, so Hofer.

Wien - Die Präsidentschaftswahlen 2016 in der Republik Österreich nehmen immer bizarrere Formen an. War schon das Duell zwischen Norbert Hofer (FPÖ) und Alexander Van der Bellen (Grüne) skurril, denn weder ein Kandidat von ÖVP oder SPÖ, den beiden ewigen Regierungsparteien in Österreich, kam in die Stichwahl, ließ sicher die Aufhebung des angeblichen extrem knappen Wahlsieges des "linken" Kandidaten Van der Bellen gegen den "rechten" Hofer europaweit aufhorchen. Das Verfassungsgericht hatte Manipulationen und Schlampereien bei der Stichwahlauszählung entdeckt, die wahlentscheidend gewesen sein könnten.

Wien – Der Kandidat der FPÖ zur Bundespräsidenten-Stichwahl in Österreich, Norbert Hofer, hat in einem Interview mit dem Magazin „Stern“ Stellung zu dem Wahlsieg der AfD in Mecklenburg-Vorpommern genommen. „Die AfD ist in einer Phase, in der die FPÖ auch einmal war“, so Hofer. Er sehe „große Chancen“, aber auch „ähnliche Probleme, wie wir sie früher in der FPÖ hatten“, etwa durch ein zu rasches Wachstum oder innerparteiliche Kursdebatten.

Salzburg - Die Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich nimmt auch noch Wochen nach dem vermeintlichen knappen Wahlsieg des Wirtschaftsprofessors Alexander Van der Bellen (Grüne) gegen Norbert Hofer (FPÖ) bizarre Formen an. Offenbar kam es zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten des exponierten linken Flügels österreichischer Politik (Van der Bellen) und der extremen Rechten (Norbert Hofer) zu erheblichen Unregelmäßigkeiten. Verfassungsjurist Heinz Mayer mußte gegenüber dem FPÖ-Juristen Dieter Böhmdorfer zuletzt auch im österreichischen Fernsehen (ORF, ZiB2) einräumen, dass er nicht mit einer pünktlichen Angelobung Van der Bellens rechne. Zuvor müsse der Verfassungsgerichtshof entscheiden.

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