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Die Aktion „Alles dicht machen“, an der sich eine große Zahl an namhaften Künstlern der deutschen Kultur- und Medienlandschaft beteiligt hatte, sollte Politik und Gesellschaft wachrütteln und eine Diskussion über den Stellenwert von Kunst und Kultur in unserem Land auslösen. Weiterhin wurde eine kritische Reflexion der Corona-Maßnahmen angeregt und angestrebt. Das Ergebnis ist nun ein teilweise künstlich und gezielt aufgebauter Sturm der Entrüstung eines Großteils der Medien und von Teilen der Gesellschaft, die die beteiligten Künstler in die Nähe des Rechtsradikalismus rücken und versuchen, sie als Nazis, Aluhut-Träger oder Corona-Leugner zu diskreditieren. Man kann die im Einzelnen sehr unterschiedlichen Beiträge der Künstler für mehr oder weniger gelungen halten – ihr Standpunkt insgesamt ist jedoch absolut nachvollziehbar und der eigentliche Skandal liegt in der Reaktion auf ihr verzweifeltes Anliegen.

Selb - Im August hatte in der oberfränkischen Stadt Selb der Ladenbesitzer Paul F. ein Verbotsschild mit der Aufschrift „Asylanten müssen draußen bleiben“ in sein Schaufenster gestellt. Neben dem Schriftzug war ein Hund abgebildet. Die Botschaft lautete also: Hunde und Asylbewerber sind in diesem Geschäft unerwünscht.