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Nürnberg - Mit einem Festgottesdienst in der Sebalduskirche, einem Festakt im Historischen Rathaus und einem Bürgerfest feierte Nürnberg am Samstag ebenso würdevoll wie ausgelassen ein Reformationsfest. Anlass für die diversen Feierlichkeiten ist die Veröffentlichung der 95 Thesen durch den Augustinermönch Martin Luther vor 500 Jahren. Der Freistaat Bayern würdigt den großen Reformator nicht nur mit dem Staatsempfang in Nürnberg, sondern auch mit der Landesausstellung „Ritter, Bauern, Lutheraner“.

Berlin - Martin Luther kommt auf dem Evangelischen Kirchentag nur auf Plakaten vor. Die Star-Gäste des Mega-Events sind zwei Politiker: Barack Obama und Angela Merkel. Dabei ist Luther 500 Jahre nach dem Thesenanschlag aktueller denn je. Denn die Kirche paktiert wieder mit Politik und betreibt ungeniert Ablasshandel. Käme Luther selbst nach Berlin, würde er von den Kirchentags-Veranstaltern wohl gar nicht erst hereingelassen. „Rassist” und „völkischer Nationalist” wäre das Mindeste, was EKD-Funktionäre dem „Propheten der Deutschen” um die Ohren schlagen würden.