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Berlin – Am 4. Juni veröffentlichte die Bauern-Initiative „Land schafft Verbindung“ auf ihrer Facebook-Seite einen Demonstrations-Appell: „Hallo Tierhalter, morgen werden im Bundesrat in Berlin möglicherweise sehr wichtige Entscheidungen zur Zukunft der deutschen Schweinehaltung getroffen. Zeigen wir, wie wichtig uns der Erhalt der deutschen Schweinehaltung ist, indem möglichst viele kommen. Als Nächstes kommen Regelungen für Rinder und für Geflügel. Lasst uns deshalb mit allen Tierhaltern zusammenhalten.“

Kempten/Berlin - Im Stil von „Bauernregeln“ wollte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) eigentlich für eine umweltverträgliche Landwirtschaft werben. Eine entsprechende Plakatkampagne mit Losungen wie „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“ oder „Haut Ackergift die Pflanzen um, bleiben auch die Vögel stumm“ lässt sich ihr Ministerium 1,6 Millionen Euro kosten. Diese neuen „Bauernregeln“ sollen bis Mitte März auf Plakaten in über 70 Städten zu lesen sein.

München - Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) stellte am Mittwoch im Landtag den Agrarbericht 2016 vor. Sein Fazit: „Unsere Bauern trotzen der Krise auf dem Agrarmarkt.“ Dabei gibt der Bericht angesichts eines nur verlangsamten Höfesterbens und massiver Gewinneinbrüche der Landwirte wenig Anlass für Zufriedenheit.

München - Die EU-Kommission hat das Programm für die Entwicklung des ländlichen Raums in Bayern für den Förderzeitraum 2015 bis 2020 genehmigt. Die Mittel für das Kulturlandschaftsprogramm, die Ausgleichszulage und die Investitionsförderung sind somit bis 2020 gesichert. Die 1,5 Milliarden Euro, die aus Brüssel nach Bayern fließen, werden mit Landesmitteln und Geldern des Bundes aufgestockt. Insgesamt stehen bis zum Jahr 2020 rund 3,5 Milliarden Euro für den ländlichen Raum in Bayern zur Verfügung.