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München - Katrin Ebner-Steiner (Jahrgang 1978), Co-Fraktionsvorsitzende der AfD im Bayerischen Landtag versucht die Redaktion von BAYERN DEPESCHE abmahnen zu lassen und eine ihr offenbar nicht gefällige Berichterstattung zu unterdrücken. Dazu beauftragte Ebner-Steiner die renommierte Kölner Anwaltskanzlei von Prof. Dr. Ralf Höcker und Kollegen, die neuerdings oft mit Mandaten für das Umfeld der AfD auffällt.

München - Roland Magerl (Jahrgang 1973), AfD-Abgeordneter aus Weiden in der Oberpfalz und stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag hielt in der 57. Sitzung des Landtags im Oktober 2020 eine vielbeachtete Rede. Er präsentierte einen übergreifenden Abriss der aktuellen Coronapolitik der Staatsregierung, der letztere heftig kritisierte und zu dem Schluss kam, dass ein weiterer Shutdown zu unterlassen sei. Magerls Rede erregte über die Plenarsitzung hinaus großes Interesse bei youtube und in den sozialen Netzwerken. Sie wurde auch von seinen Parteifreunden in der Bundestagsfraktion inhaltlich sehr begrüßt und fleißig verbreitet.

München - Vor dem Hintergrund der offenen Streitigkeiten in der bayerischen AfD-Landtagsfraktion, hauptsächlich zu den Themen Personal und Finanzen, führte BAYERN DEPESCHE nun wieder ein Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Franz Bergmüller.

München - Bei der weiteren Suche nach Klarheit zu den Finanzen in der bayerischen AfD-Landtagsfraktion kam es in der Fraktionssitzung vom 13.10. im Maximilianeum zu einem Wutausbruch der Fraktionsvorsitzenden Ebner-Steiner, durch den deren Kollege Ulrich Singer an der Hand nicht unerheblich verletzt wurde. Singer musste anschließend von im Landtag bereits anwesenden Sanitätern ärztlich versorgt werden.

Berlin – Seit Monaten gehört die AfD-Bundestagsfraktion zu den schärfsten Kritikern der Corona-Politik der Bundesregierung. Nachdem das Bundeskabinett die Risiken des Coronavirus zuerst bagatellisierte und dann planlos überreagierte, mahnte die AfD immer wieder Verhältnismäßigkeit an, um die Grundrechte der Bürger zu schützen und die Wirtschaft nicht an die Wand zu fahren. Dieser abwägende Kurs kam bei den Wählern nicht gerade gut an, die – befeuert durch eine regelrechte Angstkampagne der Massenmedien – alle Regierungsentscheidungen unkritisch mittrugen und teilweise noch drastischere Maßnahmen forderten. Die Zustimmungswerte für die Regierungsparteien erreichten angesichts der weitverbreiteten Corona-Unsicherheit Rekordwerte, die erst jetzt zu bröckeln beginnen, weil vielen Menschen der Sinn innerdeutscher Reiseeinschränkungen – Stichwort „Beherbergungsverbot“ – partout nicht einleuchtet. Hermann Binkert, Chef des Meinungsforschungsinstituts INSA, sagt zu den aktuellen demoskopischen Zahlen von Mitte Oktober: „Erstmals seit über einem halben Jahr fällt die Große Koalition unter 50 Prozent. Parallel wächst die Unzufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung.“ Inzwischen sei jeder dritte Deutsche damit unzufrieden.

München - Zu Zahlen hatte die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag Katrin Ebner-Steiner als gelernte Bilanzbuchhalterin schon immer ein besonders gutes Verhältnis. In den Reihen der AfD sagt man ihr sogar eine Vorliebe für besonders große Zahlen nach, besonders dann, wenn es um die Bereitstellung von Mitteln für die Finanzierung ihres mittlerweile medienbekannten prunkvollen „Hofstaats“ um ihre Person in der bayerischen Landtagsfraktion geht. Auch in ihrer weithin bekannten Rolle als „Maid Marian“, in der sie im Rahmen der Veitshöchheimer Fastnacht regelrecht aufgegangen war, fühlte sie sich noch eindeutig der aristokratischen Schicht zugehörig.

München - In den letzten Monaten geriet der Fraktionsvorstand der AfD im Bayerischen Landtag durch eine freisinnige Mehrheitsfraktionsgruppe angeführt von Franz Bergmüller MdL und Uli Singer MdL heftig unter Druck. Insbesondere die charismatische Fraktionsvorsitzende Katrin Ebner-Steiner (Jahrgang 1978) galt als schwer angezählt, bilden doch Bergmüller und Co. inzwischen eine numerische Mehrheit gegen den eigenen Fraktionsvorstand.

Erding - Die altbayerische Herzogstadt Erding, im nordöstlichen Speckgürtel von München gelegen, ist vor allem für ihr Thermalbad weithin bekannt. Politisch ist die Stadt eigentlich von der CSU geprägt. So sind die Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf und der Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz bislang eindeutig im öffentlichen Auftritt bestimmend. Und während Ulrike Scharf MdL eher mittelständische Positionen vertritt, gilt Andreas Lenz schon mal als Vordenker christsozial-grüner Politik. Lenz war es, der als einziger MdB der CSU mit den Grünen im Bundestag für ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen stimmte.

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