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München - Die aktuelle Corona-Pandemie behindert derzeit auch die Vorbereitungen der AfD-Bayern zur kommenden Bundestagswahl. „Wir haben schon einige Aufstellungsversammlungen erfolgreich hinter uns gebracht, dann war es jedoch kaum mehr möglich, Versammlungen abzuhalten“, äußert sich Andreas Winhart gegenüber BAYERN DEPESCHE. Wie man sowohl von ihm, als auch von Uli Henkel MdL erfährt, haben wohl insgesamt die derzeit im Bundestag vertretenen Abgeordneten die besten Chancen, auch wieder auf vordere Listenplätze zu gelangen und abermals in den Deutschen Bundestag einzuziehen. „Die Zeit des Glücksrittertums in der Partei ist vorbei“, lässt Winhart verlautbaren, man kenne inzwischen die potentiellen Bewerber wesentlich besser als in der Anfangsphase der AfD, was dem Auswahlprozess insgesamt nur zu Gute kommen könne.

München - Als die AfD bei der Bundestagswahl 2017 mit 12,6 Prozent an Wählerzustimmung in Bayern überraschend stark abschnitt, glaubten viele politische Beobachter, die Alternative für Deutschland habe im Freistaat eine politische Hochburg gefunden. Bei der AfD hoffte man auf ähnlich günstige Voraussetzungen wie sie die junge Partei beispielsweise in Sachsen oder Thüringen hat.

München - Katrin Ebner-Steiner (Jahrgang 1978), Co-Fraktionsvorsitzende der AfD im Bayerischen Landtag versucht die Redaktion von BAYERN DEPESCHE abmahnen zu lassen und eine ihr offenbar nicht gefällige Berichterstattung zu unterdrücken. Dazu beauftragte Ebner-Steiner die renommierte Kölner Anwaltskanzlei von Prof. Dr. Ralf Höcker und Kollegen, die neuerdings oft mit Mandaten für das Umfeld der AfD auffällt.

München - Roland Magerl (Jahrgang 1973), AfD-Abgeordneter aus Weiden in der Oberpfalz und stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag hielt in der 57. Sitzung des Landtags im Oktober 2020 eine vielbeachtete Rede. Er präsentierte einen übergreifenden Abriss der aktuellen Coronapolitik der Staatsregierung, der letztere heftig kritisierte und zu dem Schluss kam, dass ein weiterer Shutdown zu unterlassen sei. Magerls Rede erregte über die Plenarsitzung hinaus großes Interesse bei youtube und in den sozialen Netzwerken. Sie wurde auch von seinen Parteifreunden in der Bundestagsfraktion inhaltlich sehr begrüßt und fleißig verbreitet.

München - Bei der weiteren Suche nach Klarheit zu den Finanzen in der bayerischen AfD-Landtagsfraktion kam es in der Fraktionssitzung vom 13.10. im Maximilianeum zu einem Wutausbruch der Fraktionsvorsitzenden Ebner-Steiner, durch den deren Kollege Ulrich Singer an der Hand nicht unerheblich verletzt wurde. Singer musste anschließend von im Landtag bereits anwesenden Sanitätern ärztlich versorgt werden.

Berlin – Seit Monaten gehört die AfD-Bundestagsfraktion zu den schärfsten Kritikern der Corona-Politik der Bundesregierung. Nachdem das Bundeskabinett die Risiken des Coronavirus zuerst bagatellisierte und dann planlos überreagierte, mahnte die AfD immer wieder Verhältnismäßigkeit an, um die Grundrechte der Bürger zu schützen und die Wirtschaft nicht an die Wand zu fahren. Dieser abwägende Kurs kam bei den Wählern nicht gerade gut an, die – befeuert durch eine regelrechte Angstkampagne der Massenmedien – alle Regierungsentscheidungen unkritisch mittrugen und teilweise noch drastischere Maßnahmen forderten. Die Zustimmungswerte für die Regierungsparteien erreichten angesichts der weitverbreiteten Corona-Unsicherheit Rekordwerte, die erst jetzt zu bröckeln beginnen, weil vielen Menschen der Sinn innerdeutscher Reiseeinschränkungen – Stichwort „Beherbergungsverbot“ – partout nicht einleuchtet. Hermann Binkert, Chef des Meinungsforschungsinstituts INSA, sagt zu den aktuellen demoskopischen Zahlen von Mitte Oktober: „Erstmals seit über einem halben Jahr fällt die Große Koalition unter 50 Prozent. Parallel wächst die Unzufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung.“ Inzwischen sei jeder dritte Deutsche damit unzufrieden.

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