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München - Der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher und weitere Mitglieder seines Fraktionsvorstandes reisen am 6. und 7. Oktober zu politischen Gesprächen in die ungarische Hauptstadt Budapest. Die Delegation trifft unter anderem den Vorsitzenden der Ungarischen Sozialistischen Partei (MSZP), Gyula Molnár, sowie den Vizepräsidenten der ungarischen Nationalversammlung und Vorsitzenden des MSZP-Parteirates, István Hiller. Am Freitag wird die SPD-Delegation auch mit Péter Balázs, dem früheren ungarischen Außenminister und EU-Kommissar, Gespräche führen.

Bad Tölz - Die von Medien als „neurechts“ etikettierte Identitäre Bewegung macht regelmäßig mit spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam, die man hierzulande bislang nur von linken Gruppen kannte. Gleichen sich auch manche Aktionsformen, so sind die Inhalte doch grundverschieden. Die jugendaffine Bewegung tritt nach eigenem Bekunden für die Freiheit, Kultur und Identität der europäischen Völker ein und wendet sich gegen die „multikulturelle Utopie“ mit „zügelloser Einwanderung“ und „voranschreitender Islamisierung“.

Baar-Ebenhausen - Mit seinem Weihnachtsbrief hat der katholische Pfarrer Martin Bestele aus Baar-Ebenhausen im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen den Nerv vieler Gemeindemitglieder getroffen, aber auch eine Kontroverse ausgelöst. Der 43-Jährige zitierte in seinem Pfarrbrief ausgiebig das Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, den Ägypter Bischof Damian. Die koptischen Christen leben seit alters her in Ägypten und werden dort in jüngerer Zeit immer öfter von Muslimen unterdrückt und mit Gewalt überzogen. Damian warnte deshalb in einem Video, das auf Youtube zu sehen ist, eindringlich vor der Ausbreitung eines aggressiven Islam in Deutschland, der auch hier Andersdenkende und Andersgläubige unterdrücken werde, sobald er dazu in der Lage sei.

München - Nach den Vorstellungen von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) soll Deutschland dem Beispiel Frankreichs folgen und das Tragen eines muslimischen Vollschleiers in der Öffentlichkeit untersagen. Aigner hatte vor wenigen Tagen gesagt: „Es passt nicht in unsere Kultur, sich zu verbergen – und es widerspricht unserer Vorstellung von einer Gleichstellung der Frau.“ Ein entsprechendes Gesetz solle schnell vom Bundestag verabschiedet werden. Nach den Vorstellungen der stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidentin soll das Verbot von Burkas oder Nikabs für alle Frauen gelten, egal, warum und für welchen Zeitraum sie sich in Deutschland aufhalten.