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Berlin - Martin Luther kommt auf dem Evangelischen Kirchentag nur auf Plakaten vor. Die Star-Gäste des Mega-Events sind zwei Politiker: Barack Obama und Angela Merkel. Dabei ist Luther 500 Jahre nach dem Thesenanschlag aktueller denn je. Denn die Kirche paktiert wieder mit Politik und betreibt ungeniert Ablasshandel. Käme Luther selbst nach Berlin, würde er von den Kirchentags-Veranstaltern wohl gar nicht erst hereingelassen. „Rassist” und „völkischer Nationalist” wäre das Mindeste, was EKD-Funktionäre dem „Propheten der Deutschen” um die Ohren schlagen würden.

München - Weil der diesjährige 1. Mai auf einen Sonntag fällt, haben der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sowie die evangelische und katholische Kirche in Bayern eine gemeinsame Erklärung zum Tag der Arbeit veröffentlicht. Darin kritisieren der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm, und Bayerns DGB-Chef Matthias Jena die Durchökonomisierung aller Lebensbereiche, die den Arbeitnehmern ihr Recht auf Erholung im Kreise der Familie nehme.