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München – Egal, ob als Juniorpartner am Kabinettstisch oder auf den Oppositionsbänken – die Corona-Krise macht es kleinen Parteien extrem schwer, neben den omnipräsenten Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin überhaupt wahrgenommen zu werden. Diese inszenieren sich als zupackende Krisenmanager und ziehen dabei das ganze Medieninteresse auf sich. Die kleineren Regierungsparteien – und erst recht die Oppositionsparteien – gehen deshalb in der öffentlichen Wahrnehmung fast unter. Das mussten in Bayern selbst die Freien Wähler (FW) unter Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Jahrgang 1971) schmerzhaft erfahren, obwohl sie mit ihren vielen Bürgermeistern und Landräten an vorderster Front der Virusbekämpfung stehen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) konnte sich derart geschickt als oberster Anti-Corona-Sheriff profilieren, dass er nun sogar heißester Anwärter auf die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien ist.

München – Bei der bayerischen Landtagswahl am 14. Oktober 2018 erzielten die Freien Wähler (FW) mit 11,6 Prozent ihr bis dato bestes Ergebnis. Unter der Führung ihres volkstümlichen Partei- und Fraktionschefs Hubert Aiwanger zogen sie nicht nur mit 27 Abgeordneten ins Maximilianeum ein, sondern wurden auch gleich Regierungspartner der auf 37,2 Prozent zurechtgestutzten CSU. Für die liberal-konservative Bürgerpartei, die zwar in vielen bayerischen Kommunen und Landkreisen Verantwortung trägt, aber auf Landesebene keine Regierungserfahrung hat, war das Chance und Risiko zugleich. Sehr oft kommt es vor, dass Juniorpartner im Windschatten machtbewusster Regierungschefs nicht mehr wahrgenommen werden und kaum noch politische Duftmarken setzen können.

München – Auf Bundes- wie auf Länderebene sorgt die Corona-Krise dafür, dass die großen Regierungsparteien in den Umfragen kräftig zulegen und die Oppositionsparteien Federn lassen. Die mitregierenden Juniorpartner können hingegen kaum von der Inszenierung eines erfolgreichen Corona-Krisenmanagements profitieren. Im Bund gilt das für die SPD, obwohl sie mit Olaf Scholz den Bundeswirtschaftsminister stellt, und in Bayern für die Freien Wähler (FW), die mit Hubert Aiwanger einen ebenso kompetenten wie volksnahen Wirtschaftsminister vorweisen können.

München - Die Fraktion der Freien Wähler (FW) führt am 18. März 2017 im Bayerischen Landtag ihren dritten Kommunalkongress durch. Im Mittelpunkt stehen die Finanzausstattung der Kommunen, die geplante Änderung des Kommunalwahlrechts und neue Wege im kommunalen Wohnungsbau. Als Gäste sind unter anderen der ehemalige FW-Landtagsabgeordnete und frühere Freisinger Landrat Manfred Pointner und sowie die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, Christine Degenhart, angekündigt.

München - Ohne Überraschungen sind am Mittwoch die Wahlen zum Fraktionsvorstand der Freien Wähler im Bayerischen Landtag verlaufen. Hubert Aiwanger wurde bei der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstandes erneut zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden auch der Parlamentarische Geschäftsführer Florian Streibl (Oberammergau/Oberbayern) sowie der bisherige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thorsten Glauber (Forchheim/Oberfranken). Neumitglieder im Gremium sind die Abgeordneten Peter Bauer (Sachsen bei Ansbach/Mittelfranken) und Alexander Muthmann (Freyung/Niederbayern). Die früheren Vorstandsmitglieder Bernhard Pohl und Karl Vetter kandidierten nicht noch einmal für den Vorstand.