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Berlin – Am 4. Mai will die Europäische Zentralbank (EZB) über die Zukunft des 500-Euro-Scheins entscheiden. Nach einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ sind die europäischen Notenbanker jedoch schon längst dabei, vollendete Tatsachen zu schaffen. So ist die Zahl der in Umlauf befindlichen 500-Euro-Scheine seit Dezember letzten Jahres kontinuierlich zurückgegangen. Nach den aktuellen EZB-Zahlen gab es Ende 2015 noch exakt 613.559.542 Banknoten im Wert von je 500 Euro. Im März 2016 hingegen waren es nur noch 594.417.006 – also fast 20 Millionen weniger. Die Währungshüter haben damit in nur drei Monaten 500er im Wert von knapp zehn Milliarden Euro aus dem Verkehr gezogen.

Berlin - Jahrelang hat die Bundesregierung zu den milliardenschweren Anleihekäufen und der Niedrigzinspolitik des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, geschwiegen, um die umstrittene „Euro-Rettung“ nicht zu gefährden. Mit den von ihm verordneten Mini-Zinsen hat der Italiener die hochverschuldeten Südländer der EU in die Lage versetzt, weitere Staatskredite zum Nulltarif aufzunehmen und sich weiter zu verschulden, ohne irgendwelche Sparmaßnahmen einleiten zu müssen. Was den südlichen EU-Staaten durch eine Verringerung ihrer Zinslasten nutzt, schadet den deutschen Sparern durch eine schleichende Enteignung ihrer Sparguthaben sowie eine Entwertung ihrer zinsbasierten privaten Altersvorsorge.

München - Die jüngsten Verlautbarungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben bei vielen renditesuchenden Anlegern für blankes Entsetzen gesorgt, da die vermögensvernichtende Niedrigzinspolitik nicht etwa abgemildert, sondern sogar noch verschärft wird. Die EZB lindert damit zwar den Zinsdruck der südeuropäischen Schuldenstaaten, entwertet aber systematisch die Geldanlagen in den EU-Staaten mit hoher Sparquote. Gerade die deutschen Sparer unterliegen einem schleichenden Enteignungsprozess, weil sie für ihre Sparguthaben und Lebensversicherungen keinerlei Zinsen mehr erhalten.

Frankfurt am Main - Wer sein gutes Geld auch gut verzinst anlegen will, ist seit dem Ausbruch der Euro-Krise vor einigen Jahren auf der Suche nach zinsträchtigen Anlageformen. Die politischen Rettungsversuche für einen volkswirtschaftlich völlig heterogenen Wirtschaftsraum, dem eine Einheitswährung übergestülpt wurde, haben nicht nur die Steuerzahler der Geberländer bluten lassen. Insbesondere die deutschen Sparer werden durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) schleichend enteignet. Seit Jahren verordnet die EZB der Euro-Zone Niedrig- und Nullzinsen, damit sich die südeuropäischen Schuldenstaaten mit billigem Geld versorgen können. So ist es nur folgerichtig, dass die Sparbuch-Zinsen seit Jahren deutlich unter der Inflationsrate liegen. Was tun? Das ist die quälende Frage vieler Anleger, die dem Wertverlust ihrer Ersparnisse nicht tatenlos zusehen wollen.

München - Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) lindert zwar den Zinsdruck der Schuldenstaaten innerhalb der Europäischen Union – allen voran des Pleitestaates Griechenland –, entwertet aber viele sicherheitsorientierte Geldanlagen in den EU-Staaten mit hoher Sparquote. Insbesondere die deutschen Sparer werden schleichend enteignet, weil sie für ihre Sparguthaben oder Lebensversicherungen so gut wie keine Zinsen mehr erhalten.

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