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München - Die Briten haben bei der Volksabstimmung am 23. Juni für einen Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union gestimmt. Nach Angaben der Behörden votierten 51,9 Prozent für einen Brexit und 48,1 Prozent für einen Verbleib in der EU. Die Austrittsbefürworter siegten mit einem Vorsprung von etwa einer Million Stimmen.

London - Das Vereinigte Königreich entscheidet sich für den Brexit. Ein Sieg für die Demokratie! Die Argumente der Befürworter und Gegner lassen sich auf Demokratie versus Kapitalismus fokussieren. Brexit Gegner stützen ihre Haltung vorwiegend auf wirtschaftliche Gründe. Vom Binnenmarkt profitieren vorwiegend Großunternehmen. So befürworten laut einer Bertelsmann Studie 80% der Mitglieder im britischen Industrieverband CBI den Verbleib in der EU, hingegen nur 47% der Mitglieder im Kleinunternehmerverband FSB.

Donnerstag, 23 Juni 2016 20:36

Brexit Entscheidung und Wahlen in Spanien

in Politik

München - Sollten sich die Briten heute für den Austritt beim Brexit Referendum entscheiden, befürchtet der legendäre Investor, Milliardär und Polit-Stratege George Soros sogar einen „Schwarzen Freitag“. Der „Kollaps“ der Europäischen Union würde nach seiner Ansicht die Rückkehr Russlands als Supermacht einleiten.

Wien - Jedem Geschichtsinteressierten dürfte der Begriff “Wiener Kongress“ und „Leipziger Völkerschlacht“ bekannt sein. Nachdem Napoleon Bonaparte in der Leipziger Völkerschlacht den Krieg verloren hatte, trafen sich die Siegermächte in Wien. Unter der Leitung des damaligen österreichischen Außenministers Fürst von Metternich wurden die „alten Herrscherfamilien“ wieder eingesetzt und Europa neu geordnet.

München - Brexit, zusammengesetzt aus Britain und Exit, bedeutet einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. In einem Referendum sollen die Briten am 23. Juni 2016 über einen Brexit entscheiden. Derzeit liegen in Umfragen entsprechend die Befürworter eines Brexit knapp vorne. Insbesondere die UK Independence Party (UKIP oder Ukip), Partei für die Unabhängigkeit des Vereinigten Königreichs, mit ihrem Vorsitzenden Nigel Paul Farage befeuert den Brexit.

München - Udo Di Fabio (Jahrgang 1954) war herausragender Gast einer Veranstaltung des Campus München der Alma Mater der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste vom vergangenen Donnerstag im Hotel Bayerischer Hof in München. Der frühere Richter am Bundesverfassungsgericht hielt vor erlesenem Publikum einen Vortrag über Gefahren aus der Flüchtlingskrise und Aktionismus in der EU. Unter den Gästen war auch Bayerns legendärer Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber (CSU), der sich sehr besorgt über die Politik der Bundesregierung zeigte. Zudem sollen die im Wirtschaftsraum München bestens beleumundeten Unternehmer Kurt Neuwirth (Neuwirth Finance), Alexander Komianos (AKO Capital AG) und der anerkannte Notar Dr. Georg Westermeier unter den Gästen gewesen sein. Auch Prof. Dr. Giorgi Khubua, Wissenschaftlicher Leiter für den Bereich Energie und Geopolitik an der Technischen Universität München, war offenbar im Auditorium.

Berlin/München – Seit heute ist das mit Spannung erwartete neue Buch von Thilo Sarrazin im Handel erhältlich. In dem mit „Wunschdenken. Europa, Währung, Bildung, Einwanderung – warum Politik so häufig scheitert“ (DVA, € 24,99) betitelten Werk beschreibt der frühere Berliner Finanzsenator und SPD-Politiker „die Mechanismen von Politik, ihre typischen Fehler und die Gründe für den Erfolg oder Misserfolg von Gesellschaften“, wie es im Klappentext heißt. Im Fokus steht dabei seine Kritik an der Asyl- und Flüchtlingspolitik der Bundesregierung.

München – Die Äußerungen der AfD-Politiker Beatrix von Storch und Alexander Gauland zum Islam sind auf Widerspruch in Politik und gesellschaftlichen Gruppen gestoßen. Besonders heftig fiel die Reaktion des Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime, Ayman Mazyek, aus, der die Partei in die Nähe des Nationalsozialismus rückte. Mazyek sagte zur Islam-Kritik der AfD, es sei „das erste Mal seit Hitler-Deutschland, dass es eine Partei gibt, die erneut eine ganze Religionsgemeinschaft diskreditiert und sie existenziell bedroht“.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach Beendigung des EU-Türkei-Gipfels noch von einem Durchbruch gesprochen, der erzielt worden sei. Doch letztlich kann alle Schönfärberei nicht darüber hinwegtäuschen, dass Merkel sich von der türkischen Regierung über den Tisch ziehen lassen hat. Die Türkei erklärte sich zwar bereit, in Griechenland ankommende Flüchtlinge zurückzunehmen, doch stellte sie auch knallharte Forderungen.

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