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Erding/München – Der Sprung in den Bayerischen Landtag war Ulrike Scharf (Jahrgang 1967) schon sicher, als sie sich im März 2013 bei der CSU-Nominierungskonferenz in Taufkirchen klar gegen ihren Gegenkandidaten Jakob Schwimmer durchsetzte. Der bisherige Stimmkreisabgeordnete überzeugte nur 79 Delegierte, die gebürtige Erdingerin aber 112 Parteifreunde. Mit einem so deutlichen Sieg hatte kaum jemand gerechnet, weil der Kreisvorsitzende Martin Bayerstorfer im Vorfeld der Wahlveranstaltung kräftig die Werbetrommel für Amtsinhaber Schwimmer gerührt haben soll. Der CSU-Kreischef dementierte freilich: „Von mir wurde niemand beeinflusst, auch wenn ich einen persönlichen Favoriten hatte.“

Erding - Die altbayerische Herzogstadt Erding, im nordöstlichen Speckgürtel von München gelegen, ist vor allem für ihr Thermalbad weithin bekannt. Politisch ist die Stadt eigentlich von der CSU geprägt. So sind die Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf und der Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz bislang eindeutig im öffentlichen Auftritt bestimmend. Und während Ulrike Scharf MdL eher mittelständische Positionen vertritt, gilt Andreas Lenz schon mal als Vordenker christsozial-grüner Politik. Lenz war es, der als einziger MdB der CSU mit den Grünen im Bundestag für ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen stimmte.

Erding - Am Montag erfuhren die Erdinger aus der Lokalpresse, dass auf dem örtlichen Fliegerhorst-Gelände eine Zeltstadt für 5.000 Asylbewerber errichtet werden soll und mit den Aufbauarbeiten schon begonnen wurde. Geplant ist die Unterbringung von zunächst 1.000 und später bis zu 5.000 Personen. Es handelt sich um jene Asylsuchenden, die täglich zu Tausenden illegal die bayerische Grenze überqueren und trotz des rechtswidrigen Grenzübertritts nicht abgeschoben, sondern in das reguläre Asylverfahren aufgenommen werden.