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München - Der Freistaat Bayern bietet mit dem sogenannten Energie-Atlas ein kostenfreies Internetportal an, auf dem sich Bürger umfassend über Aspekte der Energiewende informieren können und das gleichzeitig Experten als digitale Planungshilfe dient. Eine noch informativere und benutzerfreundlichere Version des Energie-Atlas Bayern ist jetzt online. „Für Planer wird der Energie-Atlas so zum digitalen Reißbrett, und die Bürger können sich informieren, wie der Energie-Mix in ihrer Region aussieht“, sagte Bayerns Energieministerin Ilse Aigner (CSU).

München - Das bayerische Umweltministerium hat die Stilllegung und den Abbau des Kernkraftwerks Isar 1 abgesegnet und damit die erste Rückbaugenehmigung der Energiewende im Freistaat erteilt. Die Staatsregierung will damit zügig den 2011 überraschend beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie umsetzen. Das Bundesumweltministerium hat dem Bescheid des bayerischen Umweltministeriums bereits zugestimmt. Damit liegt der für den Anlagenbetreiber erforderliche Bescheid für den Rückbau vor.

München - Die Bedeutung erneuerbarer Energien für die bayerische Stromerzeugung erreichte im letzten Jahr mit 39,6 Prozent einen neuen Rekord. Die gesamte Stromerzeugung im Freistaat erreichte 2015 einen Wert von 86.242 Gigawattstunden (GWh). Das waren 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilte.

München - Im Jahr 2014 stieg der Anteil der erneuerbaren Energien an der bayerischen Stromerzeugung auf den Rekordwert von 36,2 Prozent. Das teilte Ende letzten Jahres das Bayerische Landesamt für Statistik mit. Die Stromerzeugung aus regenerativen Energien legte 2014 um 0,9 Prozent auf 31.930 GWh (Gigawattstunden) zu, was 36,2 Prozent der Gesamtstromerzeugung in Bayern entspricht. Zu diesem Bedeutungsgewinn der grünen Energien trug mit einem Plus von 1.339 GWh auf 10.382 GWh vor allem die Photovoltaik bei. Nach der Kernenergie und Wasserkraft leistet die Sonnenenergie somit den drittgrößten Beitrag zur bayerischen Stromproduktion.

Tittling - Im März 2011 ereignete sich im japanischen Fukushima ein Reaktorunfall historischen Ausmaßes, bei dem große Mengen Radioaktivität freigesetzt wurden. Die in Deutschland unter dem Eindruck dieser Katastrophe wachsende Kritik an der Atomkraft ließ die Regierung Merkel eine energiepolitische Wende um 180 Grad vollziehen. Schon wenige Tage nach diesem Gau verkündete die Bundesregierung ein dreimonatiges Atom-Moratorium und im Juni 2011 den Atomausstieg bis zum Jahr 2022. Am 30. Juni 2011 beschloss der Bundestag mit großer Mehrheit das „13. Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes“, das das Ende der Kernenergienutzung regelt. Unter dem Begriff der „Energiewende“ wird seither der Wechsel von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind bezeichnet. Dieser Politikwechsel gab vielen „grünen“ Unternehmen Auftrieb, die mit innovativen Ideen Umweltschutz und Geschäftserfolg verbinden.

Sonntag, 21 Juni 2015 17:33

Bayern droht mit Ende der Energiewende

in Politik

München - Die Energiewende scheint sich zu einem der schwierigsten Projekte der amtierenden Bundesregierung zu entwickeln. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) präsentierte sich jüngst auf dem G7-Gipfel noch als ambitionierte Klimakanzlerin, die nicht nur die Energiewende auf nationaler Ebene im Blick hat, sondern auch große Ziele auf globaler Ebene zu formulieren weiß. So sprach sie sich dafür aus, bis Ende des Jahres eine CO2-freie Weltwirtschaft zu schaffen. Doch misst man Merkel an ihren Taten, sieht es etwas anders aus. So fehlte ihr bisher der Mut, sich klar zum Vorschlag einer Klimaabgabe zu positionieren, der von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in die Debatte eingebracht  und von dessen Staatssekretär Rainer Baake (Grüne) konzipiert wurde.

München - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ist bisher nicht zu Zugeständnissen bereit, wenn es um den Bau von neuen Stromtrassen durch sein Bundesland geht. Zu wichtig erscheint ihm die Frage aus wahltaktischen Gründen. Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat nun einen Vorschlag unterbreitet, der die Gemüter noch mehr zum Kochen bringen könnte. Sie will die geplante Stromtrasse einfach etwas nach Westen verlegen, sodass sie größtenteils durch Hessen und Baden-Württemberg verlaufen würde. Vor allem Unterfranken soll entlastet werden, weil dort entlang schon die Stromtrasse aus Thüringen verlaufen soll.

Mittwoch, 18 Februar 2015 20:36

Horst Seehofer allein gegen alle

in Politik

München - Horst Seehofers (CSU) Vorstellungen einer gelungenen Energiewende decken sich nicht mit den Ansichten der meisten anderen Ministerpräsidenten. Der bayrische Ministerpräsident steht mit seiner Forderung, dass die neu zu errichtenden Gaskraftwerke von den anderen Bundesländern subventioniert werden, ziemlich alleine da.