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Marktredwitz - Vom 19. bis zum 21. Mai fanden im oberfränkischen Marktredwitz der Egerlandtag 2017 und das 47. Bundestreffen der Egerland-Jugend (EJ) statt, nachdem beide Veranstaltungen erstmals 2015 zusammengelegt worden waren. Das Treffen stand in diesem Jahr unter dem Motto „70 Jahre nach der Vertreibung – Jugendarbeit heute“, um die Erinnerung an die reiche Kultur und Geschichte der Egerländer auch für die Nachkommen der Heimatvertriebenen wachzuhalten.

München - Bei der Vorstellung des vierten bayerischen Sozialberichts wies Sozialministerin Emilia Müller (CSU) auf die im Freistaat herrschende Vollbeschäftigung und die Überwindung der Jugendarbeitslosigkeit hin. In ihrer Regierungserklärung sagte sie: „Wir sind führender High-Tech-Standort, in dem so viele Menschen Arbeit haben wie noch nie. Dieser wirtschaftliche Erfolg ist kein Selbstzweck, sondern die Basis für Wohlstand und soziale Sicherheit. Und dieser Wohlstand kommt bei den Menschen an – über alle Generationen hinweg. Die soziale Lage in Bayern ist so gut wie nie zuvor.“

München/Berlin - Nachdem Martin Schulz vor einigen Wochen angekündigt hatte, die Agenda 2010 seines Parteifreundes Gerhard Schröder im Falle seiner Kanzlerwahl zu korrigieren, blieb er konkrete Änderungsvorschläge zunächst schuldig. Nun wurde Schulz konkreter: Erwerbslose sollen bis zu 48 Monate Anspruch auf das Arbeitslosengeld I haben, wenn sie an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen.

München - Ab dem 1. Januar 2017 können mehr bayerische Mütter und Väter vom Landeserziehungsgeld profitieren, da der Freistaat die Einkommensgrenzen für Eltern anhebt. Bayerns Familienministerin Emilia Müller (CSU) sagte zur Bedeutung dieser Sozialleistung: „Wir unterstützen Eltern in einer Phase, in der das Familieneinkommen am geringsten und der wirtschaftliche Bedarf am höchsten ist. Das Landeserziehungsgeld hilft dabei vor allem Familien mit mehreren Kindern und Alleinerziehenden.“

München - Am 22. Juni trat das Bayerische Betreuungsgeldgesetz in Kraft, das rückwirkend ab dem 1. Januar 2015 gilt, um einen nahtlosen Übergang von der weggefallenen Bundesleistung zur neuen Landesleistung zu garantieren. Mit dem Landesbetreuungsgeld sollen Eltern in Bayern wieder frei entscheiden können, ob sie ihre ein- und zweijährigen Kinder selbst betreuen oder in eine Kita geben.

München - Im Jahr 2013 waren rund 1,76 Millionen Menschen im Freistaat Bayern armutsgefährdet und damit etwa 40.000 mehr als im Vorjahr. Die Quote stieg von 14,1 auf 14,6 Prozent. Das geht aus dem neuesten Datenreport „Soziale Lage in Bayern 2014“ hervor, den das bayerische Sozialministerium am Mittwoch vorlegte. Die Armutsfalle droht demnach besonders den über 65-Jährigen und hier vor allem den Frauen. Die Quote stieg auf 25,1 Prozent. Noch höher ist die Armutsgefährdungsquote nur noch bei den Alleinerziehenden mit 42 Prozent. Nach behördlicher Definition gilt als armutsgefährdet, wer weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens der gesamten Bevölkerung in Bayern zur Verfügung hat.

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