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München - In Bayern sind 2015 deutlich mehr Menschen durch Drogenkonsum ums Leben gekommen als im Vorjahr. Die Zahl der Drogentoten stieg nach Angaben des bayerischen Innenministeriums auf 314 Menschen. Im Jahr 2014 waren 251 und 2013 230 Menschen an ihrer Sucht gestorben.

München - Die bayerischen Polizeipräsidien haben für das Jahr 2015 bisher mehr als 260 Menschen gezählt, die an den Folgen von Drogenmissbrauch starben. Damit liegt die Zahl deutlich über den beiden Vergleichsjahren 2013 und 2014, als das Bundeskriminalamt 230 beziehungsweise 252 Drogentote in Bayern zählte. Auch nach einer Übersicht des bayerischen Innenministeriums stieg die Zahl der Rauschgifttoten in den letzten Jahren kontinuierlich an: 2014 starben im Freistaat 252 Menschen an ihrer Rauschgiftsucht, 2013 waren es 230, 2012 wurden 213 Drogenleichen gezählt und 2011 gab es 177 Tote. Die Opferzahl ist also innerhalb von nur drei Jahren um alarmierende 42 Prozent gestiegen.

München - Das bayerische Innenministerium hat den Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens zur Cannabis-Freigabe in Bayern dem Verfassungsgerichtshof vorgelegt. Dieser bestätigte am Freitag den Eingang der Vorlage und muss nun innerhalb von drei Monaten eine Entscheidung treffen. Das Land Bayern verweist auf die Gesetzgebungszuständigkeit des Bundes für den Erlass der beabsichtigten Regelungen, die gleichermaßen das Betäubungsmittelgesetz, das Arzneimittelgesetz, das Strafgesetzbuch, das Straßenverkehrsgesetz und die Fahrerlaubnis-Verordnung betreffen. Da das Innenministerium die gesetzlichen Voraussetzungen für die „Legalisierung von Cannabis in Bayern als Rohstoff, Medizin und Genussmittel“ als nicht gegeben ansieht, muss nach Artikel 64 des Landeswahlgesetzes die Entscheidung durch den Verfassungsgerichtshof herbeigeführt werden.