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München - Weil der diesjährige 1. Mai auf einen Sonntag fällt, haben der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sowie die evangelische und katholische Kirche in Bayern eine gemeinsame Erklärung zum Tag der Arbeit veröffentlicht. Darin kritisieren der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm, und Bayerns DGB-Chef Matthias Jena die Durchökonomisierung aller Lebensbereiche, die den Arbeitnehmern ihr Recht auf Erholung im Kreise der Familie nehme.

München - Im Jahr 2013 waren rund 1,76 Millionen Menschen im Freistaat Bayern armutsgefährdet und damit etwa 40.000 mehr als im Vorjahr. Die Quote stieg von 14,1 auf 14,6 Prozent. Das geht aus dem neuesten Datenreport „Soziale Lage in Bayern 2014“ hervor, den das bayerische Sozialministerium am Mittwoch vorlegte. Die Armutsfalle droht demnach besonders den über 65-Jährigen und hier vor allem den Frauen. Die Quote stieg auf 25,1 Prozent. Noch höher ist die Armutsgefährdungsquote nur noch bei den Alleinerziehenden mit 42 Prozent. Nach behördlicher Definition gilt als armutsgefährdet, wer weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens der gesamten Bevölkerung in Bayern zur Verfügung hat.

Nürnberg - Auf der Tagung „Franken – eine blühende Landschaft Bayerns?“ hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Bayerische Staatsregierung aufgefordert, mehr Einsatz für die Entwicklung der Kommunen im ländlichen Raum zu zeigen. Bei dem Treffen debattierten rund 100 Teilnehmer aus Gewerkschaften, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kirchen über die Zukunftschancen des ländlichen Raumes mit besonderem Blick auf Franken.

München - Ist es eine Folge der wirtschaftlich schädlichen Rußland-Sanktionen oder ein Vorbote sinkender deutscher Exporte nach China? Die Zahl der Zeitarbeitnehmer in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ist im ersten Halbjahr wieder auf rund 35.000 gestiegen, während die Zahl der Festanstellungen weiter gering bleibt. Verbands-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagte in München: „Insgesamt wurden in den Betrieben knapp zwölf Prozent der Zeitarbeitnehmer fest angestellt.“ Als wenn diese Quote nicht schon bescheiden genug wäre, räumt Brossardt ein, dass sieben Prozent der bayerischen Zeitarbeitnehmer sogar länger als zwei Jahre eingesetzt werden, ohne eine Festanstellung zu erhalten.

München - Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Bayern sind nur 84,8 Prozent der hiesigen Beschäftigten, die 2014 ihren Arbeitsplatz verloren, bei Eintritt der Arbeitslosigkeit von der Arbeitslosenversicherung finanziell unterstützt worden. 15,2 Prozent rutschten laut den Berechnungen des DGB nach ihrem Arbeitsplatz-Verlust sofort in Hartz IV ab. In absoluten Zahlen waren dies 349.919 Arbeitskräfte, die zu Beginn der Arbeitslosigkeit Arbeitslosengeld erhielten und 62.589, die bereits bei Eintritt der Arbeitslosigkeit direkt auf Hartz IV angewiesen waren. Bayerns DGB-Vorsitzender Matthias Jena sagt zu diesen Zahlen: „Diese Fakten zeigen, dass der Weg vom Beschäftigten zum Hartz-IV-Empfänger kürzer ist, als vielfach angenommen und die Sicherungslücken der Arbeitslosenversicherung nicht länger übersehen werden können.“

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