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München – Die wieder steigenden Corona-Infektionszahlen führen zu immer mehr Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Das zeigt auch die Absage des Landesparteitages der bayerischen Freien Wähler (FW). Wie jetzt bekannt wurde, sagte die Parteispitze die Veranstaltung am 24. Oktober in Landshut kurzerhand ab. Ein Parteisprecher sagte, dass sich die Vorzeichen zuletzt massiv verschlechtert hätten und dieLandesversammlung deshalb aus Sicherheitsgründen gestrichen worden sei. Laut dem Veranstaltungskonzept sollten mehrere Hundert Delegierte auf zwei Hallen verteilt teilnehmen. Eine bloße Online-Veranstaltung sei rechtlich nicht möglich gewesen, so die Partei, weil neben der Grundsatzrede von Parteichef Hubert Aiwanger auch Neuwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung standen. Die Freien Wähler hoffen nun, die Delegiertenversammlung im nächsten Jahr nachholen zu können.

Berlin – Deutsche Hotel- und Tourismusverbände haben den Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zur Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie scharf kritisiert. Bei einer Verbandsanhörung in dieser Woche in Berlin wies der Vorsitzende des Hotelverbandes Deutschland (IHA), Otto Linder darauf hin, dass selbst Tagesreisen mit einem Wert von mehr als 75 Euro bei Inkrafttreten des Gesetzes als Pauschalreisen gelten würden. „Wenn Gäste im Hotel vor Ort noch einen Tagesausflug dazu buchen, müssten sie demzufolge denselben bürokratischen Formalismus über sich ergehen lassen, als ob sie ihren Jahresurlaub erneut buchten. Dafür haben weder Gäste noch wir als Gastgeber Verständnis“, so Lindner.

München - Der für den 13. Mai im Münchner Hofbräukeller geplante Auftritt der AfD-Bundessprecherin Frauke Petry vor 500 Gästen soll auf jeden Fall stattfinden. Das kündigte der Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes München-Ost, Wilfried Biedermann, an, nachdem Wirt Ricky Steinberg seine Vermietungs-Zusage vor einigen Tagen zurückgezogen und sich scharf von der AfD distanziert hatte. Biedermann wirft ihm Vertragsbruch vor.

Der Vertrag zwischen dem Hofbräukeller und dem veranstaltenden AfD-Kreisverband sei am 28. April unstrittig rechtswirksam abgeschlossen worden. Eine geforderte Vorauszahlung von 6.100 Euro sei pünktlich überwiesen worden, so der AfD-Kreischef.

Nürnberg - „Nur wer weiß, wo er herkommt, weiß, wer er ist.“ Mit dieser herkunftsbewussten Aussage wirbt die Tucher Bräu GmbH & Co. KG im Internet für ihre fast 350 Jahre alte Nürnberger Bierkultur. Wer aus seiner nationalen Herkunft jedoch politische Forderungen ableitet, scheint bei dem fränkischen Bierbrauer nicht wohlgelitten zu sein. Tucher Bräu-Geschäftsführer Fred Höfler will sein Bier fortan nicht mehr an „rechtsextreme Gäste“ ausschenken und für diese Boykott-Aktion mehr als 600 Pächter gewinnen.