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Lichtenfels - Oscar und Echo kennen alle, doch neben den bekannten Preisen für besonders gute oder erfolgreiche Künstler und ihre Erzeugnisse gibt es seit Jahren auch eine beachtliche Zahl an Negativpreise für eher weniger überzeugende Arbeiten. Wer etwa eine „Goldene Himbeere“ als „schlechtester Schauspieler“ bekommt, dürfte sich über diese Preisverleihung kaum freuen. Besonders makaber ist der Darwin Award: Dessen Preisträger können ihre „Auszeichnung“ nicht einmal mehr zur Kenntnis nehmen – sie wurden für ihre besonders ungeschickte Art ums Leben zu kommen geehrt.

München/Büdingen - Der Sprecher der CSU-Basisbewegung „Konservativer Aufbruch“ David Bendels hat seinen Austritt aus der CSU erklärt. Der Rechtskonservative war unter massiven Druck geraten, weil er bei einer Veranstaltung der hessischen AfD auftreten wollte. Beim AfD-Kreisverband Wetterau war er am 4. Juni 2016 in Büdingen als Redner zum Thema „Heimat, Kultur und Tradition“ geladen. Doch die CSU-Spitze untersagte ihm die Veranstaltungsteilnahme.

Berlin - Ihre Politik der offenen Grenzen für Hunderttausende illegale Zuwanderer hat sowohl die Sympathiewerte der Kanzlerin in der Bevölkerung als auch den Rückhalt in den eigenen Reihen einbrechen lassen. „Das Schicksalsjahr der Kanzlerin: Scheitert Merkel?“ war deshalb am Dienstagabend das Thema der Fernsehrunde „Menschen bei Maischberger“. Über die vielkritisierte Asylpolitik der Kanzlerin und das Aufkommen rechter Proteststimmungen diskutierte Sandra Maischberger mit der stellvertretenden CDU-Parteivorsitzenden Julia Klöckner, dem früheren Bundestagsfraktionschef der Grünen Jürgen Trittin, dem langjährigen ZDF-Journalisten Wolfgang Herles, dem „Spiegel“-Autor Markus Feldenkirchen und dem jungen CSU-Politiker David Bendels. Dieser ist Mitbegründer des „Konservativen Aufbruchs“, einer Basisbewegung innerhalb der CSU, die auch schon die Auflösung der Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU im Bundestag ins Spiel brachte.

München - Als an zwei aufeinander folgenden Wochenenden jeweils fast 20.000 illegale Ausländer am Münchner Hauptbahnhof ankamen, platzte konservativen CSU-Mitgliedern der Kragen. Den Zorn der CSU-Asylkritiker zog vor allem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf sich, die mit ihrer Entscheidung, allen syrischen Asylbewerbern umgehend ein Bleiberecht zu gewähren, den Massenzustrom nach Deutschland noch zusätzlich befeuerte. Obwohl seit dem 31. August alleine in München 63.000 „Flüchtlinge“ eintrafen, hatte Merkel erklärt: „Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze.“ Spätestens nach dieser Aussage stand der Vorwurf des Realitätsverlustes der Kanzlerin im Raum. CSU-Größen wie Horst Seehofer, Thomas Kreuzer und Andreas Scheuer kritisierten Angela Merkel für ihre Politik himmelweit offener Grenzen in den folgenden Tagen scharf.