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München - Bayerns FDP-Generalsekretär Daniel Föst hat das CSU-Papier „Linksrutsch verhindern – Damit Deutschland Deutschland bleibt“ zum Anlass genommen, mit den wirtschafts- und sozialpolitischen Positionen der Christsozialen abzurechnen. Den Linksrutsch, vor dem die CSU jetzt warne, habe sie als Teil der Großen Koalition in Berlin selbst mitgetragen.

Berlin - Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht, hat die Zahl der Leih- und Zeitarbeiter im Jahr 2015 mit insgesamt 961.000 Personen einen neuen Höchststand erreicht. In früheren Jahren schwankte die Zahl der befristet Beschäftigten zwischen 610.000 und 910.000. Im Vergleich zum Vorjahr hat ihre Zahl 2015 um 50.000 zugenommen.

München/Berlin - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer konnte sich mit der CSU-Forderung nach Transitzonen für Asylbewerber in der Regierungskoalition nicht durchsetzen und musste letzten Donnerstag einen halbgaren Asyl-Kompromiss mittragen, der vor allem die Handschrift der SPD trägt. Während SPD-Chef Sigmar Gabriel nach dem Asyl-Gipfel stolz twitterte: „Die SPD hat sich durchgesetzt. Transitzonen sind vom Tisch. Keine Haft, kein Zaun“, mühte sich Seehofer am Donnerstagabend, das Verhandlungsergebnis schönzureden: „Ich bezeichne das, was wir heute vereinbart haben, als gut.“ Am Freitagmorgen nannte er die Einigung vom Vortag dann schon „sehr, sehr gut“ und sprach von den „schärfsten Regeln, die es jemals in unserem Lande gab“. Diese euphorischen Worte wurden auch von CSU-Abgeordneten mit Unverständnis aufgenommen. Einen weiteren Glaubwürdigkeitsverlust musste Horst Seehofer dann am Sonntag hinnehmen, als publik wurde, dass die Bundesregierung – und damit auch die CSU-Ministerriege – schon vor einem halben Jahr über den bevorstehenden Massenzustrom an Asylbewerbern informiert war.

Salzburg/München - Am Samstag verbreitete die Stadt Salzburg die sorgenvolle Nachricht, dass ab Montag keine Sonderzüge mit illegalen Einwanderern mehr nach Deutschland fahren würden. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind zuletzt täglich bis zu 1.200 Asylbewerber mit diesen Zügen nach Deutschland gebracht worden, während täglich Hunderte neue Asylanten in Salzburg eintrafen. Noch am Sonntagmittag hat ein deutscher Sonderzug 426 „Flüchtlinge“ am Salzburger Hauptbahnhof abgeholt und in das Land ihres Begehrens gebracht. Für die späten Sonntagstunden war laut Salzburger Stadtverwaltung ein weiterer Sonderzug nach Deutschland für 400 Personen angekündigt.

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