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Dienstag, 01 September 2015 22:36

Asylanten-Ansturm auf Bayern

in Politik

München/Rosenheim – Nach der Aussetzung der Kontrollen am Budapester Hauptbahnhof und an der österreichischen Grenze sind in der letzten Nacht alleine in München fast 2.000 Asylsuchende angekommen, wie die Bundespolizei mitteilt. Am Morgen seien in Zügen insgesamt 3.600 weitere Asylbewerber in Rosenheim angekommen. Weitere 5.000 Personen warten nach Behörden-Angaben in Budapest und jeweils 500 in Wien und Salzburg auf ihre Weiterfahrt nach Deutschland. Damit könnten heute noch 1.000 weitere illegale Einwanderer Bayern erreichen.

München - Tag für Tag greift die Bundespolizei in Südbayern an die 800 illegale Einwanderer auf. In der Nacht vom 22. auf den 23. Juli wurden alleine zwischen 24.00 Uhr nachts und 8.00 Uhr morgens 400 Personen aufgegriffen, was einen neuen Höchststand für diese Nachtstunden markiert. Die Bundespolizisten an der deutsch-österreichischen Grenze sind fast nur noch mit dem Aufgreifen der illegalen Grenzgänger und deren Weiterleitung an die Asyl-Behörden beschäftigt. Wer es nämlich erst einmal auf deutsches Staatsgebiet geschafft hat, muss nur „Asyl“ verlangen und durchläuft dann das reguläre Asylverfahren mit der Rundumversorgung in einer Erstaufnahmeeinrichtung oder anderen Gemeinschaftsunterkunft. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 18. Juli 2012 müssen Asylbewerber bereits nach 15 Monaten Aufenthalt Sozialleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten und werden damit de facto mit deutschen Hartz-IV-Beziehern gleichgestellt.

Berlin - Noch nie seit der Wiedervereinigung hat es so viele Schleusungen und illegale Einreisen nach Deutschland gegeben wie im vergangenen Jahr. Laut dem Präsidenten der Bundespolizei, Dieter Romann habe allein seine Behörde im letzten Jahr 57.000 Fälle unerlaubter Einreisen registriert. Das sei eine Steigerung um 75 Prozent.

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