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Nürnberg - Laut einer Statistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sind im Januar 2016 bereits 92.000 Asylbewerber in der sogenannten Easy-Datenbank erfasst worden und damit drei Mal so viele wie im Vorjahr. Die Easy-Zahl von insgesamt 91.671 Asylanten erfasst solche Personen, die in den Erstaufnahmezentren der Bundesländer registriert worden sind. Im Januar 2015 wurden in Deutschland noch 32.200 Asylbewerber gezählt. Im Verlauf des Jahres 2015 kamen dann offiziell 1,1 Millionen Asylbewerber nach Deutschland und damit so viele wie niemals zuvor.

München - Am letzten Sonntag kam es in den Münchner Stadtteilen Schwabing, Lehel und Ludwigsvorstadt gleich zu vier brutalen Angriffen auf Frauen. In allen Fällen hatten die Täter einen sogenannten Migrationshintergrund. Ob die Angreifer als Asylanten ins Land gekommen sind, ist bisher ungeklärt, da die Täter trotz genauer Personenbeschreibungen noch nicht gefasst wurden.

Nürnberg - In der fränkischen Metropole ist erneut eine junge Frau von Asylanten sexuell belästigt und begrapscht worden. Nach Angaben der Bundespolizei haben zwei 19 und 38 Jahre alte Asylbewerber am frühen Sonntagmorgen in einem Lokal am Nürnberger Hauptbahnhof eine 21-jährige Frau sexuell belästigt und körperlich bedrängt. Als die Nürnbergerin den jüngeren Mann wegschob, um sich gegen die aggressiven Annäherungsversuche zu wehren, soll ihr der Ältere an die Brust gefasst haben. Mitarbeiter des Lokals alarmierten wegen des sexuellen Übergriffs die Polizei.

München - Wie Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä am Donnerstag mitteilte, haben die 6.000 Polizisten seines Dienstbereiches im letzten Jahr ungefähr 500.000 Überstunden geleistet. Andrä begründet das mit den außergewöhnlichen Sicherheitsmaßnahmen vor und während des G7-Gipfels in Bayern und den vielen Asylbewerbern, die im letzten Jahr in München ankamen. Im Jahr 2016 werde die Terrorabwehr eine noch größere Herausforderung als im vergangenen Jahr sein, so Andrä. Der Polizeipräsident hält München trotz der hohen Anforderungen für die sicherste Millionenstadt Deutschlands.

München - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat erneut die lückenhaften Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze kritisiert. Nach seinen Angaben könne die Bundespolizei wegen Personalmangels an einigen Grenzübergängen ihren Kontrollaufgaben nicht mehr nachkommen. Um die Bundespolizei zu entlasten, wäre Bayern bereit, seine Grenzen selbst zu überwachen. Herrmann sagte: „Hier würden wir gern selbst aktiv werden und die Grenzen kontrollieren.“

München/Berlin - Am 13. September kündigte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) angesichts des Asylantenansturms die Wiedereinführung von Einreisekontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze an. Seitdem haben Bundespolizisten mehr als 500.000 Überstunden geleistet, ohne die Zuwanderung damit begrenzen zu können. Zwischen dem 13. September und dem 16. Oktober wurden „Mehrleistungen in Höhe von ca. 500.000 Stunden erbracht“, heißt es in der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage. Außerdem arbeiteten Beamte „in Bayern anlässlich von Grenzkontrolleinsätzen“ in der Woche „bis zu 80 Stunden“. Schichten der Bundespolizisten dauern mittlerweile bis zu 13 Stunden.

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