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Berlin - Der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann verteidigt seine Forderung, Asylbewerber ohne abgeschlossenes Asylverfahren von der Lebensmittelausgabe der Tafeln auszunehmen. An die Adresse von SPD und Grünen gerichtet, schreibt er auf seiner Netzseite: „Ich bin verwundert, dass sich viele Kritiker nur in persönlichen Angriffen und moralischen Vorhaltungen erschöpfen. Debatten im Flüchtlingsbereich müssen den Anspruch erheben können, dass derjenige, der etwas Kritisches sagt, nicht gleich in die rechte Ecke gestellt bzw. auf ‚Pegida‘-Niveau degradiert wird.“

Augsburg - Am Montag fand vor dem Augsburger Landgericht der erste Prozesstag gegen einen Kinderarzt statt, der unumwunden den sexuellen Missbrauch von 21 Jungen zugegeben hat. Der 40-Jährige erklärte vor Gericht, durch Gespräche in der Untersuchungshaft zu der Überzeugung gelangt zu sein, die ihm vorgeworfenen Straftaten einräumen zu müssen: „Ich stehe dazu, dass ich den Opfern und ihren Angehörigen durch meine Taten schlimmen Schaden und großes Leid zugefügt habe.“ Sein Geständnis solle allen Beteiligten „die Möglichkeit geben, die Taten zu verarbeiten“. Dieses Schuldeingeständnis dürften ihm eher seine beiden Anwälte nahegelegt haben, nachdem die Staatsanwältin zuvor zwei Stunden lang die Anklageschrift verlesen und erdrückendes Beweismaterial zum 21-fachen Kindesmissbrauch vorgelegt hatte. Der Mann, der schon als Kinderarzt im Augsburger Klinikum, im Klinikum der TU München und zuletzt an der Medizinischen Hochschule Hannover gearbeitet hat, lockte die fünf bis elf Jahre alten Jungen meist in Tiefgaragen und Keller und verging sich dann brutal an ihnen.

Dachau - Als unlängst ein alter Beschluss der Dachauer Tafel bekannt wurde, nicht-anerkannte Asylbewerber von der Lebensmittel-Verteilung auszuschließen, brach ein medial inszenierter Sturm der Entrüstung über dem Kreisverband Dachau des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) herein. Das BRK ist Träger der Dachauer Tafel, die wie andere Tafeln eigenständig entscheiden kann, wen sie als bedürftig ansieht und wem sie einen Berechtigungsschein für Lebensmittel verweigert.

Dachau - Im Jahr 2013 beschloss die Dachauer Tafel, nicht-anerkannte Asylbewerber von der Lebensmittel-Verteilung auszuschließen. Zwei Jahre lang störte sich niemand an dieser Beschlusslage. Ausgerechnet im Herbst 2015, in dem Deutschland einen historisch beispiellosen Asylantenansturm erlebt und deshalb auch viele Tafeln überfordert sind, wird diese Praxis von einigen Medien skandalisiert. Die Tafeln unterstützen gegenwärtig etwa eine Million bedürftige Deutsche und mehr als 150.000 „Flüchtlinge“ mit Lebensmitteln. Sie sind entweder als Verein organisiert oder gehören zu den bekannten Wohlfahrtsverbänden. Jede Tafel kann autonom entscheiden, wen sie als bedürftig ansieht und wem sie einen Berechtigungsschein für Lebensmittel gibt. Träger der Dachauer Tafel ist das Bayerische Rote Kreuz (BRK).