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München - Das Coronavirus tut in diesen Tagen dasjenige, was Viren nun mal gerne so tun um zu überleben: Es mutiert. Schreckensmeldungen werden von Variationen aus England und Südafrika verbreitet, mindestens eine Variante entstand bekanntermaßen in der nicht artgerechten Massentierhaltung von Nerzen in Dänemark und übertrug sich auch auf Menschen. Die britische Variante ist in Zeiten von trotz Corona noch hoher Mobilität wenig überraschend auch schon in anderen Ländern angekommen und verbreitet, man hört von Belgien und Italien. Wahrscheinlich ist ferner, dass die Mutante auch Deutschland bereits erreicht hat. Die Ansteckungsfähigkeit der englischen Version soll angeblich 71% höher als diejenige der kontinentalen Variante sein, was zu weiterer Besorgnis bei den für die Pandemiebekämpfung Verantwortlichen führt. Auch die Veränderung im Sinne einer höheren Infektiosität darf jedoch eigentlich nicht erstaunen, da es der Entwicklungsweg einer Vielzahl von Viren ist. Nur so kann das Virus im Rahmen der Evolution auch erfolgreich sein.