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Berlin - Anerkannte Asylbewerber können sich in Deutschland nach einer kurzen Wartefrist um einen Arbeitsplatz bewerben. Wer von ihnen aber nicht arbeiten will oder keine Beschäftigung findet, hat wie jeder Deutsche ein Anrecht auf Hartz IV. Derzeit beziehen rund 500.000 Asylanten Hartz-IV-Leistungen. Das berichten verschiedene Medien unter Berufung auf den „Tag der Jobcenter“, der in diesem Jahr unter dem Motto „Integration von Geflüchteten“ stand.

Budapest – Die von Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) und Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) vorgeschlagenen Ein-Euro-Jobs für Asylwerber könnten die heimische Arbeitsmarktsituation weiter verschärfen. Diese Befürchtung äußerte kürzlich die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein nach einer Parlamentsanfrage. Bisher künstlich durch öffentliche Förderung geschaffene Beschäftigungsverhältnisse für schwer vermittelbare Arbeitskräfte würden massive Konkurrenz bekommen, so die freiheitliche Politikerin.

München - Trotz einer wachsenden Beschäftigung und einer im internationalen Vergleich optimistisch stimmenden Konjunktur leben immer mehr Menschen in Deutschland in Armut. Laut einer neuen Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes leben mittlerweile 15,5 Prozent der Menschen in Deutschland unterhalb der Armutsgrenze. Damit stieg die Zahl der Armen in Deutschland binnen eines Jahres um 0,5 Prozentpunkte. Arm ist, wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens bekommt. Aktuell entspricht dies 892 Euro. Auch 15,4 Prozent der Unter-15-Jährigen leben in Armut. Die Zahl armer Rentner ist in den letzten neun Jahren viermal stärker als in der Gesamtbevölkerung gestiegen. Die Armutsquote bei Rentnern liegt bei 15,2 Prozent. Bei der Vorlage des Jahresgutachtens des Paritätischen Gesamtverbandes sagte dessen Vorsitzender, Rolf Rosenbrock: „Deutschland ist tief gespalten.“