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Berlin - Der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann verteidigt seine Forderung, Asylbewerber ohne abgeschlossenes Asylverfahren von der Lebensmittelausgabe der Tafeln auszunehmen. An die Adresse von SPD und Grünen gerichtet, schreibt er auf seiner Netzseite: „Ich bin verwundert, dass sich viele Kritiker nur in persönlichen Angriffen und moralischen Vorhaltungen erschöpfen. Debatten im Flüchtlingsbereich müssen den Anspruch erheben können, dass derjenige, der etwas Kritisches sagt, nicht gleich in die rechte Ecke gestellt bzw. auf ‚Pegida‘-Niveau degradiert wird.“

Dachau - Als unlängst ein alter Beschluss der Dachauer Tafel bekannt wurde, nicht-anerkannte Asylbewerber von der Lebensmittel-Verteilung auszuschließen, brach ein medial inszenierter Sturm der Entrüstung über dem Kreisverband Dachau des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) herein. Das BRK ist Träger der Dachauer Tafel, die wie andere Tafeln eigenständig entscheiden kann, wen sie als bedürftig ansieht und wem sie einen Berechtigungsschein für Lebensmittel verweigert.

Dachau - Im Jahr 2013 beschloss die Dachauer Tafel, nicht-anerkannte Asylbewerber von der Lebensmittel-Verteilung auszuschließen. Zwei Jahre lang störte sich niemand an dieser Beschlusslage. Ausgerechnet im Herbst 2015, in dem Deutschland einen historisch beispiellosen Asylantenansturm erlebt und deshalb auch viele Tafeln überfordert sind, wird diese Praxis von einigen Medien skandalisiert. Die Tafeln unterstützen gegenwärtig etwa eine Million bedürftige Deutsche und mehr als 150.000 „Flüchtlinge“ mit Lebensmitteln. Sie sind entweder als Verein organisiert oder gehören zu den bekannten Wohlfahrtsverbänden. Jede Tafel kann autonom entscheiden, wen sie als bedürftig ansieht und wem sie einen Berechtigungsschein für Lebensmittel gibt. Träger der Dachauer Tafel ist das Bayerische Rote Kreuz (BRK).

München - Für die Gesundheitsversorgung von Asylbewerbern hat Bayern in Aufnahmeeinrichtungen Ärztezentren eingerichtet. Diese Ärztezentren umfassen neben der allgemeinmedizinischen Versorgung in der Regel auch die Bereiche Gynäkologie, Pädiatrie und Psychiatrie. Zusätzlich zu diesem Versorgungsangebot mit regelmäßigen Sprechstunden können sich Asylanten mit einem Behandlungsschein auch jederzeit an die niedergelassenen Ärzte vor Ort wenden. Diese Behandlungsscheine müssen sie sich von der Kommune oder dem zuständigen Landratsamt ausstellen lassen, und der Arzt stellt die Behandlungskosten anschließend der öffentlichen Hand in Rechnung. Dieses medizinische Behandlungsverfahren gilt nicht nur für rechtskräftig anerkannte Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis, sondern auch für alle illegal ins Land Gekommenen, die Asyl begehren. Die Gesundheitskosten sind in diesem Jahr durch den Massenzustrom schon deutlich gestiegen, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese an die gesetzlich Krankenversicherten in Form höherer Beiträge weitergegeben werden.