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Donnerstag, 20 August 2015 17:24

Asylkosten in Bayern gehen in die Milliarden

in Politik

München - Die offiziellen Zahlen zum erwarteten Asylantenzustrom verändern sich im Monatstakt. Vor zwei Monaten rechnete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bis Jahresende noch mit 450.000 neuen Asylantragstellern in Deutschland, nachdem es im letzten Jahr 230.000 waren. Der Fraktionsvorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Thomas Kreuzer, erwartete vor einem Monat eine halbe Million Neu-Asylanten. Kreuzer schwanten aber schon andere Zahlen: „Wenn wir nächstes Jahr eine Million haben und in zwei Jahren zwei Millionen, werden wir das im eigenen Land niemals bewältigen können. Wir müssen deshalb diesen Zustrom eindämmen.“ Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und die Bundesregierung gehen mittlerweile von 800.000 Asylanten für 2015 aus. Das teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin mit.

Donauwörth - Wie das bayerische Sozialministerium am 13. August mitteilte, wird angesichts immer weiter steigender Asylanten-Zahlen die Alfred-Delp-Kaserne in Donauwörth zeitnah zu einer weiteren Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates umgebaut. Sie soll erst einmal 600 Asylanten beherbergen und bis Ende 2019 genutzt werden. Diese Zeitplanung ist ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass die Staatsregierung selbst nach einer möglichen Beschleunigung der Asylverfahren und der schnelleren Abschiebung von Antragstellern aus sicheren Herkunftsstaaten mit keiner wirklichen Entspannung an der Asylfront rechnet. In der neuen Aufnahmeeinrichtung werden etwa 100 Mitarbeiter der Asylverwaltung von Bund, Land und Kommunen beschäftigt sein.

München - Neben dem „Märchenschloss“ Neuschwanstein in Schwangau zählt die Schloss- und Parkanlage von Nymphenburg zu den größten Touristenattraktionen Bayerns; 300.000 Besucher lockt das barocke Juwel jedes Jahr an. Schloss Nymphenburg – gelegen im westlichen Münchner Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg – wurde 1679 in seiner ersten Form als Sommerresidenz der bayerischen Kurfürsten fertiggestellt. Später war es die Lieblingsresidenz der bayerischen Könige und der Geburtsort Königs Ludwig II. von Bayern.

München – Was letzten Donnerstagabend in der bayerischen Landeshauptstadt passierte, wird von vielen Bürgern auch außerhalb der sozialen Medien als Bankrotterklärung der herrschenden Asylpolitik angesehen: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) rief wegen der unentwegt steigenden Asylanten-Zahlen den Katastrophenfall aus. Alleine von Mittwoch bis Donnerstag kamen in München binnen 24 Stunden 755 neue Asylbewerber an, wie eine Sprecherin der Bezirksregierung von Oberbayern mitteilte; im Schnitt waren es bisher jeden Tag um die 600 gewesen. Das schon hoffnungslos überfüllte Ankunftszentrum in der Lotte-Branz-Straße war erst vor zwei Wochen eröffnet worden und musste am Donnerstag Neuankömmlinge wieder wegschicken.

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