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München/Berlin - Nur einen Tag, nachdem die Bundesregierung mit demonstrativer Einigkeit von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) ein Maßnahmenbündel zur finanziellen und administrativen Bewältigung des Asylanten-Ansturms verkündet hat, wird Kritik an der achselzuckenden Hinnahme der Massenzuwanderung laut.

München - Obwohl sie sich am gleichen Tag in München aufhält, wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht am Festakt zum 100. Geburtstag des früheren bayerischen Ministerpräsidenten und Bundesministers Franz Josef Strauß (CSU) am 4. September teilnehmen. Eine Sprecherin der Bayerischen Staatskanzlei sagte einsilbig: „Sie war geladen und hat vor einiger Zeit aus Termingründen abgesagt.“ Dabei wird Merkel nach Angaben des Bundespresseamtes am Tag der Gedenkfeier bis in die Nachmittagsstunden in München sein und dort die Technische Universität besuchen. „Danach ist die offizielle Terminliste bei uns beendet“, so eine Sprecherin des Bundespresseamtes. Laut einer Parteisprecherin wird Merkel gleichentags aber in Essen den Wahlkampf des CDU-Oberbürgermeisterkandidaten unterstützen und abends eine Feier des CDU-Landesverbands Nordrhein-Westfalens besuchen. Das zeigt deutlich, wie distanziert Merkel der CSU gegenübersteht, die sich der Sozialdemokratisierung der Union partiell noch verweigert.

München - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer macht sich für eine erneute Kanzlerkandidatur Angela Merkels (CDU) im Jahr 2017 stark. „Wenn wir die Wahl gewinnen wollen, dann nur mit ihr als Kandidatin“, erklärte der CSU-Vorsitzende dieser Tage und lobt Merkels Einsatz in der endlosen Euro-Krise. Sie habe „die Dinge wieder zusammengeführt“, als „Europa fast schon zerbröselt“ am Boden lag. „Das hat mich beeindruckt“, so Seehofer.

Garmisch-Partenkirchen - Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) werden sich die Ausrichtung des diesjährigen G7-Gipfels offenbar einiges kosten lassen. Laut Berechnungen des Bundes der Steuerzahler kommen etwa 360 Millionen Euro an Kosten auf die Steuerzahler zu. Der Präsident des Steuerzahlerbundes, Rolf von Hohenhau sagte dazu: „Das ist natürlich viel mehr, als uns offiziell mitgeteilt wurde." Besonders Personal- und Überstundenkosten schlagen in den Berechnungen zu Buche.

Berlin - Die Bundesregierung rechnet nun doch mit wesentlich mehr Asylantragstellern in diesem Jahr als bisher angekündigt. Statt der bisher prognostizierten 300.000 Asylanten müsse mit mindestens 400.000 Personen gerechnet werden, heißt es nun. Die Kommunen hatten bereits vor Wochen die offiziellen Zahlen bezweifelt und eigene Prognosen veröffentlicht, die von mindestens 500.000 Antragstellern ausgehen.

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