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Wien – Die ebenso spannende wie pannenreiche Bundespräsidentenwahl in Österreich ist entschieden: Der Grüne Alexander Van der Bellen konnte sich bei der Wiederholung der Stichwahl am vergangenen Sonntag mit 51,7 Prozent (Ergebnis ohne Briefwähler) gegen seinen Kontrahenten Norbert Hofer von der FPÖ durchsetzen. Für FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache ist dies zweifelsohne eine bittere Niederlage, aber kein Weltuntergang. Schließlich erreichte Hofer das beste Ergebnis für die Freiheitlichen aller Zeiten. „Die Zeit war noch nicht reif dafür, aber vielleicht ist sie es das bei der nächsten Bundespräsidentenwahl“, so Strache am Wahlabend. Der Unterlegene kündigte bereits an, zur nächsten Präsidentenwahl wieder antreten zu wollen.

Wien - Die Präsidentschaftswahlen 2016 in der Republik Österreich nehmen immer bizarrere Formen an. War schon das Duell zwischen Norbert Hofer (FPÖ) und Alexander Van der Bellen (Grüne) skurril, denn weder ein Kandidat von ÖVP oder SPÖ, den beiden ewigen Regierungsparteien in Österreich, kam in die Stichwahl, ließ sicher die Aufhebung des angeblichen extrem knappen Wahlsieges des "linken" Kandidaten Van der Bellen gegen den "rechten" Hofer europaweit aufhorchen. Das Verfassungsgericht hatte Manipulationen und Schlampereien bei der Stichwahlauszählung entdeckt, die wahlentscheidend gewesen sein könnten.

Salzburg - Die Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich nimmt auch noch Wochen nach dem vermeintlichen knappen Wahlsieg des Wirtschaftsprofessors Alexander Van der Bellen (Grüne) gegen Norbert Hofer (FPÖ) bizarre Formen an. Offenbar kam es zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten des exponierten linken Flügels österreichischer Politik (Van der Bellen) und der extremen Rechten (Norbert Hofer) zu erheblichen Unregelmäßigkeiten. Verfassungsjurist Heinz Mayer mußte gegenüber dem FPÖ-Juristen Dieter Böhmdorfer zuletzt auch im österreichischen Fernsehen (ORF, ZiB2) einräumen, dass er nicht mit einer pünktlichen Angelobung Van der Bellens rechne. Zuvor müsse der Verfassungsgerichtshof entscheiden.

Wien - Norbert Hofer, der Kandidat der FPÖ, zieht nicht als neuer Bundespräsident in die Wiener Hofburg ein. Er ist dem neuen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen (Grüne) nur ganz knapp unterlegen. Dennoch bedeutet diese Wahl ein Signal für alle europakritischen Parteien. Auch die AfD in Deutschland erhält dadurch abermals Rückenwind aus der Alpenrepublik. Diejenigen, die Hofer gewählt haben, sind mit der Politik der etablierten Parteien offensichtlich nicht einverstanden, nach dem Motto: „so kann es nicht weitergehen“.

Wien - Bei der Neuwahl des österreichischen Bundespräsidenten haben die Wähler im Zeichen der Asyl-Krise für ein politisches Erdbeben gesorgt und die Parteienlandschaft gründlich umgepflügt. Norbert Hofer, der Kandidat der von deutschen Medien als „rechtspopulistisch“ etikettierten FPÖ, erhielt im ersten Wahlgang nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 35,3 Prozent der Stimmen. Damit erzielte die FPÖ unter der Führung von Parteichef Heinz-Christian Strache ihr historisch bestes Ergebnis bei einer landesweiten Abstimmung. Ihr bisheriges Rekordergebnis bekam die FPÖ mit 27,53 Prozent bei der Europawahl 1996.