bayern-depesche.de

Berchtesgadener Land - Nachdem die AfD sowohl einen Landtagskandidaten aufgestellt, als auch eine Kreistagsliste initiiert hatte, wurden aus der einen Liste dann sogar gleich zwei. Aus Sicht des Wahlausschusses waren beide wohl nur teilweise gültig. Mehr noch: Mit einem Spitzenduo, das sich offenbar spinnefeind ist, wollte die Partei in die Kreistagswahl gehen. Der Hintergrund schien ein Richtungsstreit in der Kreis-AfD.

Berlin - Der Bundesschatzmeister der AfD, Klaus Fohrmann, hat sein Amt „aus persönlichen Gründen“ niedergelegt, wie AfD-Sprecher Bastian Behrens mitteilte. Nachfolger wird nun sein bisheriger Stellvertreter Carsten Hüter. Fohrmann ist Gründungsmitglied des AfD-Landesverbands Hamburg, wo er auch eine Steuerberaterpraxis hat.

Budapest – Für seinen Auftritt am 17. Dezember bei „Markus Lanz“ im ZDF muss der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, im eigenen Land ordentlich Prügel einstecken. Der Ex-Geheimdienstchef habe sich in der Talkshow „wie ein Oberlehrer“ aufgeführt, schrieb etwa die WAZ, während ihn der „Stern“ sogar als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnete. Selbst das Männer-Lifestylemagazin GQ meinte, sich zu der Sendung äußern zu müssen und bezeichnete Maaßen als „Brandstifter in feinem Zwirn“.

Berlin - Der bayerische Bundestagsabgeordnete Hansjörg Müller (Jahrgang 1968) gilt als basisnaher Kämpfer innerhalb der AfD. Er möchte eine basisdemokratische Alternative für Deutschland und befürchtet die Festigung eines selbstsüchtigen Parteiadels innerhalb der AfD, sollten Delegiertenparteitage zur Regel werden. Der zumindest bei den Parteigranden Alexander Gauland und Jörg Meuthen hoch umstrittenen Kollegin Doris von Sayn-Wittgenstein aus Schleswig-Holstein steht Hansjörg Müller couragiert und offen zur Seite. „Die Frau habe Format“, erklärt Müller. Frau von Sayn-Wittgenstein mit Spitzfindigkeiten immer wieder aufhalten zu wollen, käme an der Parteibasis nicht gut an. So glaubt zumindest Müller. Die Mehrheit der Mitglieder in Schleswig-Holstein wählte Sayn-Wittgenstein wiederholt zur Landesvorsitzenden. Und das oberste Gremium der Partei sei nun mal die breite Basis und nicht der Wille einiger aus dem Bundesvorstand.

Seite 1 von 19