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Sonntag, 25 April 2021 23:53

Allesdichtmachen – der Skandal liegt in der Reaktion von Medien und Gesellschaft

in Politik

Die Aktion „Alles dicht machen“, an der sich eine große Zahl an namhaften Künstlern der deutschen Kultur- und Medienlandschaft beteiligt hatte, sollte Politik und Gesellschaft wachrütteln und eine Diskussion über den Stellenwert von Kunst und Kultur in unserem Land auslösen. Weiterhin wurde eine kritische Reflexion der Corona-Maßnahmen angeregt und angestrebt. Das Ergebnis ist nun ein teilweise künstlich und gezielt aufgebauter Sturm der Entrüstung eines Großteils der Medien und von Teilen der Gesellschaft, die die beteiligten Künstler in die Nähe des Rechtsradikalismus rücken und versuchen, sie als Nazis, Aluhut-Träger oder Corona-Leugner zu diskreditieren. Man kann die im Einzelnen sehr unterschiedlichen Beiträge der Künstler für mehr oder weniger gelungen halten – ihr Standpunkt insgesamt ist jedoch absolut nachvollziehbar und der eigentliche Skandal liegt in der Reaktion auf ihr verzweifeltes Anliegen.

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